
„Ich begreife die Ausführungen Mr. Retiefs auch ohne Ihre Hilfe Magnan“, unterbrach ihn der Botschafter unwirsch. Dann sah er Retief mit väterlicher Milde an.
„Junger Mann, Sie sind noch nicht lange im Dienst. Sie haben die hohe Schule der Diplomatie noch nicht in der Praxis kennengelernt. Ich erwarte von Ihnen, daß Sie die Arbeitsweise dieser in unzähligen Verhandlungen geschulten Männer studieren.“ Er deutete auf seine Untergebenen. „Sie müssen lernen, wie wichtig Fingerspitzengefühl in unserem Beruf ist. Wollte man sich zu sehr auf direkte Methoden verlassen, wo bliebe die Diplomatie? Ich möchte Ihnen die Konsequenzen gar nicht ausmalen!“
Spradley wandte sich zu den älteren Mitgliedern seines Stabes um, und Retief schlenderte zu einer Tür mit Glasfüllung. Er sah in den angrenzenden Raum. Dort drüben saßen zahlreiche grauhäutige Yill in tiefen Sesseln und tranken fliederfarbene Drinks aus schmalen Glasröhren. Diener in schwarzen Gewändern huschten hin und her, Tabletts in den Händen.
Retief sah einige der Yill zu einer großen Tür gehen. Einer aus der Gruppe, ein hochgewachsener junger Mann, wollte einem anderen den Weg vertreten. Der aber hob träge die zur Faust geballte Hand. Sofort trat der Hochgewachsene zurück, gab den Weg frei und legte beide Handflächen auf seinen Kopf, wobei er nickte. Beide Yill nahmen ihre Unterhaltung wieder auf, lächelten sich zu und gingen durch die Tür hinaus.
Nachdenklich trat Retief wieder zu der terranischen Delegation. Die Diplomaten standen vor einem Stapel rohgezimmerter Lattenkisten und blickten mißmutig drein. Plötzlich wurden Schritte laut. Ein lederhäutiger Yill kam auf die Männer zu.
„Ich bin P’Toi. Kommen Sie hierrr…“ Er ersetzte durch Gesten, was er nicht sagen konnte, und die Männer folgten ihm, Botschafter Spradley an der Spitze.
Als der stattliche Gesandte der Erde vor dem Ausgang stand, schoß der Yill an ihm vorbei, rempelte ihn mit der Schulter an und wartete ab, was nun geschehen würde.
