Er hastete auf einer Seite einer beeindruckenden Doppeltreppe empor, bog links ab, warf beinahe eine Urne mit frisch gepflücktem Frühlingsunkraut um, rannte den Flur entlang, bog bei jeder sich bietenden Gelegenheit links ab und eilte an untergeordneten Dämonen vorbei, die mit Akten und Formularen beladen waren, bis er eine hohe Bronzetür erreicht hatte. Azzie wußte, daß sein Ziel dahinter liegen mußte. Er stieß die Tür auf und trat ein.

Die Konferenz der Mächte des Bösen war in vollem Gang, als Azzie hineinplatzte. Es war keine fröhliche Runde. Unzufriedenheit beherrschte die bestialischen Gesichter der führenden Dämonen, Mundwinkel waren herabgezogen, Augen gerötet und verquollen.

»Was soll das?« fragte Belial und erhob sich auf seinen Ziegenfüßen, um Azzie, der sich tief verbeugte, besser in Augenschein nehmen zu können.

Azzie, dessen Stimmbänder plötzlich wie gelähmt waren, brachte lediglich ein Stammeln zustande und starrte ihn an.

»Das ist doch wohl offensichtlich, oder?« ließ sich Azazel vernehmen, zog die mächtigen Schultern hoch und legte seine dunklen Schwingen in Falten. »Es ist ein Dämon aus dem gewöhnlichen Fußvolk, der sich erdreistet, uns ohne Grund zu belästigen. Ich begreife nicht, was sich die jungen Leute heutzutage alles herausnehmen. Zu meiner Zeit war das noch ganz anders. Damals hatten junge Dämonen noch Respekt vor den Älteren und haben versucht, ihr Wohlwollen zu erringen. Heute rotten sie sich in Banden zusammen, Abschaumbanden nennen sie sich, wie ich gehört habe, und es ist ihnen völlig egal, wen sie mit ihrem Radau belästigen. Und nicht genug damit, jetzt haben sie sogar einen aus ihren Reihen ausgeschickt, um in unser inneres Sanctorum einzudringen und uns zu verhöhnen.«



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