
Azzie schlug vor, diese hübsche Geschichte zu inszenieren, aber mit Charakteren, die er selbst entwarf.
»Meine Herren, geben Sie mir eine Vollmacht, frei auf die Abteilung für Ausrüstung und Zubehör zurückgreifen zu können, und ich werde einen Prinzen und eine Prinzessin kreieren, die anders als die Personen des bekannten Märchens agieren und diese öde Geschichte völlig auf den Kopf stellen werden. Mein Pärchen wird zu einem anderen Ende gelangen. Seine Entscheidungen, die es aus freiem Willen treffen wird – mit einem Minimum an Einmischung meinerseits –, werden zum Vergnügen unserer Freunde und zum Ärger unserer Feinde eindeutig belegen, daß das Böse unweigerlich den Sieg über den menschlichen Geist davontragen muß, wenn man ihm freie Hand läßt.«
»Keine schlechte Idee«, meinte Azazel. »Aber was läßt dich glauben, daß deine Protagonisten so handeln werden, wie du es dir vorstellst, wenn man ihnen den freien Willen läßt?«
»Dafür kann durch eine sorgfältige Auswahl der Körperteile Vorkehr getroffen werden«, erklärte Azzie, »sowie durch eine angemessene Schulung, nachdem die Teile zusammengefügt und als Menschen zum Leben erweckt worden sind.«
»Sorgfältige Auswahl?« fragte Phlegethon. »Was meinst du damit?«
»Hier ist schon der erste Teil«, erwiderte Azzie, »auf dessen Grundlage ich meinen Märchenprinzen erschaffen will.«
Er zog das Beinpaar, das er beim Pokerspiel gewonnen hatte, aus der Segeltuchtasche. Die Dämonenfürsten beugten sich vor, um es zu inspizieren. Unter dem gemeinsamen Einfluß ihrer Blicke löste sich eine Wolke fleischlicher Erinnerung aus den Gliedmaßen, so daß jeder Dämon die Geschichte des Beinpaars verfolgen und miterleben konnte, wie sein Besitzer es verloren hatte.
