»In der Tat ein teuflisch feiges Beinpaar«, stellte Belial fest.

»Richtig, Herr«, sagte Azzie. »Ein Prinz mit solchen Beinen würde nie einen gefahrvollen Weg beschreiten können. Die Beine selbst würden ihn fast von allein schmachvoll in Sicherheit springen lassen!«

»Ist das das beabsichtigte Ziel der von dir geplanten Scharade?« fragte Belial.

»Nein, Herr, das ist es nicht«, widersprach Azzie. »Ich bitte Sie darum, nicht von mir zu verlangen, den gewünschten Ausgang meines Plans schon so früh zu offenbaren, denn ein Großteil des Vergnügens besteht darin, die kreativen Einfalle zu verfolgen, ohne das Endergebnis zu genau im voraus zu kennen.«

Azzie hätte Schwierigkeiten mit der Umsetzung seines Planes haben können, aber der Termin, einen Kandidaten ins Rennen zu schicken, stand unmittelbar bevor, und bisher hatte niemand einen besseren Vorschlag unterbreitet. Also nickten die versammelten Dämonenfürsten einmütig.

»Ich denke, wir haben hier eine brauchbare Idee«, sagte Belial. »Was meinen Sie dazu, werte Kollegen?«

Die anderen knurrten und scharrten mit Füßen und Klauen, erklärten sich aber schließlich einverstanden.

»Dann führ deinen Plan aus und tu, was du versprochen hast«, wandte sich Belial wieder an Azzie. »Du bist unser gewählter Vertreter. Geh und verbreite in unseren Namen Böses und Entsetzen.«

»Vielen Dank«, erwiderte Azzie, aufrichtig bewegt. »Aber ich werde Geld für mein Vorhaben benötigen. Körperteile, wie sie mir vorschweben, sind nicht billig. Und da sind dann noch die anderen Dinge, die ich brauchen werde – zwei Schlösser, eins für jeden Protagonisten, und ein Haus für mich selbst als Operationsbasis. Außerdem den Lohn für einen Diener und einiges mehr.«

Die Fürsten händigten ihm eine Schwarze Kreditkarte mit einem geprägten Pentagramm unter seinem in feurigen Lettern eingebrannten Namen aus, die an jedem dunklen und finsteren Ort einzulösen war.



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