»Also, warum sind Sie hier?« hakte Scrivener nach.

»Ich arbeite meine Spielschulden ab«, erklärte Azzie. »Ich konnte nicht zahlen, also mußte ich meine Zeit ableisten.« Er zögerte einen Moment lang und fügte dann hinzu: »Ich spiele nun mal für mein Leben gern.«

»Ich auch«, sagte Scrivener in einem Tonfall, in dem ein Anflug von Bedauern mitklang.

Eine Weile wanderten sie schweigend dahin. Irgendwann fragte Scrivener: »Was wird jetzt mit mir geschehen?«

»Wir werden Sie in Ihren Körper zurückversetzen.«

»Wird mit mir danach auch alles in Ordnung sein? Einige Leute, die von den Toten wiederauferstehen, sind hinterher ganz komisch. Zumindest habe ich das gehört.«

»Ich werde da sein und auf Sie aufpassen. Ich werde solange bei Ihnen bleiben, bis ich sicher bin, daß Sie in Ordnung sind.«

»Gut zu hören«, erwiderte Scrivener. Er schwieg erneut, bevor er sich wieder zu Wort meldete. »Aber wenn ich aufwache, werde ich natürlich nicht wissen, daß Sie da sind, nicht wahr?«

»Natürlich nicht.«

»Dann kann mich das auch nicht beruhigen.«

»Wenn Sie leben, kann Sie überhaupt nichts beruhigen«, sagte Azzie gereizt. »Jetzt kann ich es Ihnen ja sagen. Nur wenn Sie tot sind, können Sie das würdigen.«

Sie gingen weiter. Wieder verging längere Zeit. »Wissen Sie, ich kann mich überhaupt nicht an mein Leben auf der Erde erinnern«, klagte Scrivener schließlich.

»Machen Sie sich deswegen keine Sorgen. Es wird Ihnen alles wieder einfallen.«

»Ich glaube allerdings, daß ich verheiratet war.«

»Schön.«

»Aber ich bin mir nicht sicher.«

»Sie werden sich an alles erinnern, sobald Sie wieder in Ihrem Körper sind.«

»Und wenn nicht, was dann? Was, wenn ich unter Gedächtnisverlust leide?«

»Sie werden in Ordnung sein«, versicherte Azzie.

»Schwören Sie das bei Ihrer Dämonenehre?«



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