Sie nickte eifrig. »Yeah, ich denke, das würde mir gefallen.«

»Okay, dann wollen wir’s so halten.« Er verließ die Bar, ohne sich umzusehen, in der Hoffnung, dass sie genügend beschwipst sein würde, seiner Aufforderung nachzukommen. Ja, er war scharf auf sie, aber er hatte nicht bis zum heutigen Tage überlebt, indem er sich dabei sehen ließ, wie er Bars mit seinen Opfern verließ. Die Nachtluft duftete würzig, als er an zwei anderen Bars vorbei zum Parkplatz ging, und dieser würzige Duft überlagerte die schwachen Anflüge von abgestandenem Urin, Erbrochenem und Sex, die stets in den Straßen mit populären Etablissements des Nachtlebens in der Luft hängen. Bei ihm setzte jetzt der Adrenalinstoß ein, und er fragte sich, wie er das immer tat, ob er den Haken richtig gesetzt hatte und die Angelschnur richtig einzog. Würde sie kommen oder nicht?

Das Timing war perfekt. Er hatte gerade seinen Wagen an den Randstein am Hinterausgang der Bar bugsiert, wo ihn auf der einen Seite die Bar und auf der anderen der große Abfallcontainer vor neugierigen Blicken schützte, als sie durch die kleine Hintertür herauskam. Ein weiteres Plus für ihn — die Beleuchtung hier hinten war ausgebrannt, und er konnte die Blondine nur im schwachen Schein seiner eigenen Scheinwerfer sehen, als sie leicht ins Torkeln kam. Vielleicht war sie auf lockeren Kies getreten? Er öffnete die Tür auf der Beifahrerseite.

Übervorsichtig ließ sie sich auf den Beifahrersitz seines niedrigen Detroit Raver sinken, während er so tat, als würde er nach einem Musikwürfel suchen. Seine Nervenenden prickelten in der Mischung aus Triumph und Vorfreude, die ihm einen eisigen Schauder über den Rücken jagte, als sich die Tür seines Wagens klickend hinter ihr schloss. Der Beat von Blue Öyster Cult’s »Godzilla« dröhnte durch das Fahrzeug, als er sich in den nächtlichen Verkehr von Chicago einreihte.



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