»Ich wette, Sie können gut mit Menschen umgehen.« Es war nicht zu übersehen, wie ihr Puls am Hals schneller ging. Sie leckte sich über die Lippen und war seltsam reglos, als hätte sie die Spannung, die sich zwischen ihnen aufbaute, zum Erstarren gebracht. Er beugte sich über sie, küsste sie lange und hingebungsvoll und ließ sie erst los, als ihm bewusst wurde, dass seine Hand sich in ihrem Nackenhaar festgekrallt hatte, seine Jeans plötzlich spannten und sie sich immer noch an einem sehr öffentlichen Ort befanden. Für die Spiele, die er vorzog, war die Öffentlichkeit ganz und gar nicht der richtige Ort. Außerdem ging jetzt eine Warnlampe an. Sie könnte ein sehr hübscher Köder sein. Wie auch immer, falls er etwas dazu zu sagen hatte, würde er großen Spaß daran haben, sich da Klarheit zu verschaffen.

Im Tank hatte das Spiel wieder begonnen, nachdem die Schiedsrichter schließlich Schmidt und Shinsecki getrennt und Shinsecki auf die Strafbank geschickt hatten. Zürich hatte sich offensichtlich vorgenommen, auf dem Eis Rache zu nehmen. Montreal war jetzt mit sechs Toren im Rückstand, und es sah so aus, als würden sie sich nicht mehr fangen.

Er bemerkte, dass ihr Glas fast leer war, und bestellte ihr nach. Den Rest des Spiels verbrachte er damit, unter der Bar ihren Oberschenkel zu streicheln. Als Montreal mit neun im Rückstand war, begann das Spiel ihn zu langweilen, doch dafür kam in ihm Interesse an etwas persönlicheren Freuden auf.

»Eine Frage.« Er beugte sich zu ihr hinüber und atmete ihr ins Ohr. »Sie haben gesagt, Sie mögen es, wenn ein Mann die Dinge in die Hand nimmt? Ich werde jetzt vorne hinausgehen. Folgen Sie mir nicht. Zwischen den Toiletten gibt es einen Hinterausgang. Dort steht, dass beim Öffnen der Tür ein Alarm losgeht, aber das stimmt nicht. Wenn Ihnen das ernst war, was Sie gesagt haben, dann warten Sie fünf Minuten. Verlassen Sie die Bar und gehen Sie hinten hinaus. Ich werde dort warten. Wollen Sie, dass ich die Dinge in die Hand nehme?«



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