
Ihr Anblick reichte fast aus, um ihn von dem Spiel abzulenken, obwohl Zürich gerade dabei war, Montreal eine echte Abreibung zu verpassen. Als Toronto-Fan gab es kaum etwas, was ihm mehr Spaß machte als dabei zuzusehen, wie Montreal die Hucke voll bekam.
Sie hatte die zu ihrer Haarfarbe passende sahnig helle Haut, und ihre Augen waren von warmem Braun — genau genommen eine seltsame Kombination. Entweder trug sie überhaupt kein Make-up, oder sie beherrschte die Kunst des Make-ups besser, als er das jemals an einer Frau gesehen hatte. Sie bemerkte, dass er sie beobachtete, und lächelte, wobei ihre Lippen sich ein wenig öffneten.
Die Lady hatte ausgezeichneten Geschmack. Die Bluse war aus echter Seide und makellos geschneidert; die obersten beiden Knöpfe standen offen, sodass man die Andeutung ihres Dekolletees sehen konnte. Sattes Dunkelgrün kleidete sie perfekt. Er spürte, wie ihm warm wurde, als sie ihr Glas nahm, um die Bar herumkam, sich neben ihn setzte und dabei, während sie sich auf den Barhocker schob, in den Tank blickte »Sie haben sich einen guten Platz ausgesucht. Von hier aus sieht man die Bank von Zürich besser. Darf ich mich zu Ihnen setzen?«
