»Mit dem größten Vergnügen.« Er deutete auf ihr beinahe leeres Glas. »Guinness?« Eindeutig Natur, ihre Haut. Und der Duft ihres Parfüms tat beinahe weh.

Sie lächelte und nickte abwesend, ohne dabei den Blick vom Tank zu wenden.

Er winkte einem Kellner und wies auf ihr Glas. Gleich darauf kam ein frisches Guinness. Er drückte dem Kellner sofort das Geld für den Drink und ein reichliches Trinkgeld in die Hand und ließ dem Jungen damit keine Gelegenheit, sich näher mit der Frau zu befassen, von der Worth hoffte, dass sie ihn nach Hause begleiten würde.

»Danke.« Sie trank einen Schluck aus dem frischen Glas und leckte sich den Schaum von der Oberlippe.

»Dann sind Sie also ein großer Fan von Zürich?«, fragte er.

»Nee. Toronto.« Sie grinste. »Na ja, und wer auch immer eben gegen Montreal spielt.«

Wieder dieses Gefühl in der Magengrube. Dasselbe Team wie das meine. Zu bequem? Oder macht mich bloß die Warnung aus dem Büro des Tir so paranoid?

Die Sendung wurde für ein Commercial unterbrochen. Es gab Dinge, an denen auch die modernste Technik nichts ändern konnte. Zwei kleine Schwarzweiß-Holos in einer Ecke des Tanks zeigten einen Mann um die sechzig mit einem Stock und eine ein wenig ältere Frau im Rollstuhl. Im Hauptteil des Tanks sah man dasselbe Paar voll in Farbe und in Bewegung, gesund und fit und aussehend wie zwanzig in gut geschnittenem Battle Dress, jeder mit einem nagelneuen Gravkarabiner in der Hand wie sie Hand in Hand durch ein wogendes Weizenfeld gingen.

»Sind Sie’s leid, alt zu sein?«, fragte eine kühle, aber doch irgendwie freundlich wirkende Frauenstimme. »Langweiliger Job und keine Romantik mehr in der Beziehung? Die Epetar-Gruppe sucht menschliche Kolonisten mit Schwung für eine multirassische Weltenrückgewinnungsexpedition. Alter und Gesundheitszustand sind kein Problem, Standardvertrag …«



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