
»Na ja, ein wenig schon.« Sie lächelte. »Man muss den Trick raushaben, die Tasten so zu treffen, dass die Nägel in den Zwischenräumen sind.« Sie zog ihm die Hand weg und deutete in den Tank. »Haben Sie das gesehen? Shinsecki hat gerade Schmidt den Ellbogen ins Gesicht gesetzt! Herrgott, sehen Sie sich seine Nase an, du liebe Güte, das gibt Zoff.« Sie hielt sich beide Hände vor den Mund, und ihre Augen weiteten sich, als sie das Blut auf dem Eis sah.
»Yeah, sieht so aus, als ob er ihm die Nase gebrochen hätte. Das wird wehtun«, sagte er. Sie sahen beide dem Handgemenge zu, während die anderen Spieler wie Haie um die beiden Kampfhähne kreisten und die Schiedsrichter versuchten, die beiden zu trennen, wobei einer, vermutlich unabsichtlich, ebenfalls einen Ellbogen ins Gesicht bekam.
»Mein Gott, was man nicht alles für ein bisschen Aufregung tut, wie?« Sie schauderte und nahm einen Schluck.
»Keine Ahnung«, meinte Worth mit einem Achselzucken und wandte sich ihr zu. »Mir macht das Spiel Spaß, aber eigentlich sehe ich mehr wegen der Strategie und der taktischen Finessen zu. Die Prügeleien, na ja, das ist wohl ein Teil der dunkleren Seite des menschlichen Wesens, die in uns allen steckt.«
»Glauben Sie?« Sie blickte zu ihm auf und nahm einen weiteren Schluck. »Ich denke, das ist eben Männersache, diese Aggressivität, meine ich …« Ihr Gesicht rötete sich ein wenig und sie nahm schnell einen weiteren Schluck. »Ich denke, jede Frau hat ein bisschen etwas Unterwürfiges in sich. Ich meine, ich möchte keineswegs, dass mich so ein Kerl an den Haaren herumzerrt oder dass ich den Rest meines Lebens damit verbringe, ihm die Socken und die Unterhosen zu waschen, aber ich denke, die meisten Frauen ziehen doch Typen vor, die, na ja, Sie wissen schon, die Dinge irgendwie in die Hand nehmen. Und ich denke, dass Männer eben so sind.« Sie zuckte die Achseln. »Wie gesagt, Männersache eben.«
»Das ist sehr … sehr gut beobachtet.« Er musterte sie eindringlich, sah ihr in die Augen.
