Großvater Josef und Großmutter Josefine lagen am einen Ende und Großvater Georg und Großmutter Georgine am anderen Ende.

Herr und Frau Bucket und der kleine Charlie Bucket schliefen im Zimmer nebenan auf Matratzen, die sie abends auf den Boden legten.

Im Sommer ging das noch, aber im Winter war es schrecklich, weil die ganze Nacht eisig kalte Luft über den Boden kroch.

Sie konnten sich kein besseres Haus kaufen. Sie konnten sich nicht einmal ein zweites Bett leisten. Sie waren viel zu arm.

Herr Bucket war in der Familie der einzige, der Geld verdiente. Er arbeitete in einer Zahnpastafabrik. Dort saß er den ganzen Tag und schraubte die kleinen runden Deckel auf die Tuben, nachdem sie mit Zahnpasta gefüllt worden waren. Aber ein Zahnpastatuben-Deckel-Zuschrauber wird schlecht bezahlt. Und ganz gleich, wie schwer er arbeitete und wie schnell er die Deckel draufschraubte, der arme Herr Bucket verdiente doch niemals genug, um auch nur die Hälfte von allem zu kaufen, was so eine große Familie brauchte. Sie hatten nicht einmal genug Geld für anständiges Essen. Zum Frühstück gab es nur Brot und Margarine, zum Mittagessen Kartoffeln und Kohl und zum Abendessen Kohlsuppe... das war das einzige, was sie sich leisten konnten. Sonntags war es ein bißchen besser. Obwohl sie das gleiche aßen wie an den anderen Tagen, freuten sie sich alle auf den Sonntag, weil dann jeder noch ein zweites Mal nehmen durfte.

Die Buckets verhungerten nicht gerade, aber sie hatten alle miteinander - die beiden alten Großväter, die beiden alten Großmütter, Charlies Vater, Charlies Mutter und vor allem der kleine Charlie selbst - von morgens bis abends ein gräßliches leeres Gefühl im Magen.

Charlie fühlte den Hunger am schlimmsten. Sein Vater und seine Mutter verzichteten oft auf ihren Anteil am Essen und gaben ihn Charlie, aber es war trotzdem nicht genug für einen heranwachsenden Jungen. Charlie sehnte sich verzweifelt nach etwas, was besser den Magen füllte und besser sättigte als Kohl und Kohlsuppe.



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