»Zum Thema«, sagte Dave. »Es war ein Morgen im Frühjahr 1980 – muss April gewesen sein –, da entdeckten sie einen Mann, der draußen am Hammock Beach saß. Du weißt schon, draußen vor dem Dorf.«

Stephanie kannte den Strand gut. Hammock Beach war ein herrlicher Flecken, auch wenn dort immer sehr viele Urlauber waren. Sie konnte sich nicht vorstellen, wie es dort im Herbst aussehen würde, sollte es aber noch erleben: Ihr Praktikum ging bis in den Oktober.

»Also, saß ist vielleicht nicht das richtige Wort«, berichtigte sich Dave. »Später sagten beide, er habe halb gelegen. Er lehnte gegen eine Mülltonne, weißt du, die im Sand eingegraben sind, damit sie bei starkem Wind nicht fortgeweht werden. Das Gewicht dieses Mannes hatte die Tonne nach hinten gedrückt, sie stand so …«

Dave kippte die Hand leicht zur Seite.

»Wie der schiefe Turm von Pisa«, ergänzte Steffi.

»Genau. Außerdem war der Mann nicht passend gekleidet für den frühen Morgen. Das Thermometer zeigte vielleicht fünf Grad plus, aber durch den frischen Wind vom Wasser kam es einem vor wie fünf Grad minus. Er trug eine graue Anzughose und ein weißes Hemd. Dazu Slipper. Keine Jacke, keine Handschuhe. Die beiden Jugendlichen überlegten nicht lange. Sie liefen sofort zu ihm hinüber und merkten, dass etwas nicht stimmte. Johnny erzählte später, als er das Gesicht des Mannes gesehen habe, hätte er sofort gewusst, dass er tot sei, und Nancy sagte genau das Gleiche, aber das hätten sie sich nicht sofort eingestehen wollen. Würdest du das tun? Ohne dich davon überzeugt zu haben?«

»Nein«, erwiderte Stephanie.

»Er saß einfach da, beziehungsweise lag halb da, eine Hand im Schoß und die andere, die rechte, im Sand. Sein Gesicht war kreidebleich, nur auf den Wangen hatte er rote Flecken. Er hatte die Augen geschlossen. Nancy meinte, die Augenlider wären bläulich gewesen. Seine Lippen waren auch blau gefärbt, und sein Hals, sagte sie, wirkte irgendwie geschwollen. Er hatte kurzes hellblondes Haar, der Wind blies ihm eine Strähne in die Stirn.



27 из 109