
»Sie sind nicht auch Markovier wie Brazil?« fragte Ortega argwöhnisch. »Ich habe mir nämlich überlegt, wenn es einen gibt, dann auch mehrere.«
Zigeuner lachte.
»Nein, kein zweiter Markovier. Ich bin nicht einmal so alt wie Sie, Ortega. Und Brazil — tja, ich bin mir nicht sicher, was er ist, aber für einen Markovier halte ich ihn nicht.«
»Er behauptet, Gott zu sein«, betonte Ortega.
Wieder lachte Zigeuner.
»Vielleicht ist er es. Ich weiß es nicht. Und wissen Sie was? Es ist mir auch völlig egal. Alles, was ich weiß, alles, was irgend jemand weiß, ist, daß er als einziger mit dem Schacht der Seelen umgehen kann. Das ist eigentlich alles, worauf es ankommt, nicht? Nicht, wer oder was er ist, oder Sie sind, oder wie ich bin. Halt, nein, das ist falsch. Was Sie sind, zählt ein bißchen, glaube ich. Deshalb bin ich hier.«
Ortega zog die buschigen Brauen hoch. »Warum?«
»Warum lassen Sie sie nicht hinein, Ortega? Machen Sie es ihnen leicht. Sie wissen, daß er nichts tun wird, um Ihr kleines Reich hier auf den Kopf zu stellen. Es kümmert ihn nicht im geringsten.«
»Sie wissen, daß ich das nicht könnte, selbst wenn ich wollte«, gab der Ulik zurück. »Ich beherrsche diese Welt nicht, gleichgültig, was Sie glauben mögen. Sie wird beherrscht von Eigeninteresse, wie jede andere auch. Er versucht in den Schacht zu gelangen, um ihn abzustellen und instand zu setzen. Hier sitzen zu viele nervöse Regierungen, um das erlauben zu können.«
»Aber die Sechseck-Welt hängt an einer anderen Maschine«, erklärte Zigeuner. »Wenn er die große Maschine abstellt, wirkt sich das hier gar nicht aus. Soviel sollten doch wenigstens alle wissen.«
Ortega zuckte mit allen sechs Schultern.
»Sie wissen nur, was ich weiß, und glauben nur einen kleinen Teil davon. Wir haben für diese Dinge nur Brazils Versicherung.
