
Ganz plötzlich wurde die Stille von einem Räuspern unterbrochen.
Ortega zuckte zusammen und fuhr herum, von dem Laut tief verstört. Er erstarrte und gaffte mit großen Augen den Eindringling an, der lässig auf einer feldbettartigen Liege hockte.
Das Wesen war vom Typ 41 — ein Mensch, wie Ortega einst einer gewesen war, aber das lag so lange zurück, daß er beinahe vergessen hatte, wie das gewesen war. Schlaksig, mit dunklem Teint und schmalem, knochigem, spitz zulaufendem Gesicht, trug das Wesen ein kariertes Arbeitshemd, eine dicke Hose und abgewetzte Stiefel. Einen Augenblick lang dachte Ortega, Brazil vor sich zu haben, und ein elektrischer Schlag durchzuckte ihn. Aber nein, sagte er zu sich selbst. Brazil konnte sich auf vielerlei Weise maskieren, aber nicht einen halben Meter oder noch mehr größer wirken, wenigstens nicht so überzeugend.
»Wer, zum Teufel, sind Sie, und wie sind Sie hier hereingekommen?« fragte Ortega.
Der Mann drehte sich herum, verschränkte die Arme hinter dem Kopf und wirkte behaglich und ein wenig belustigt.
»Sagen Sie einfach ›Zigeuner‹ zu mir«, erwiderte er leichthin. »Das tun alle. Macht es Ihnen etwas aus, wenn ich rauche?«
Seine anmaßende Art ärgerte Ortega, aber die Neugier überwand alle anderen Gefühle.
»Nein, nur zu.«
Zigeuner griff in die Brusttasche und zog eine lange, dünne Zigarette in Kom-Art aus einer Packung, holte ein kleines, silbernes Feuerzeug heraus und zündete sie an. Blaugrauer Rauch kräuselte sich, als er paffte.
»Danke«, sagte er, steckte das Feuerzeug wieder ein und machte es sich erneut bequem. »Üble Angewohnheit, ich weiß, aber praktisch. Bei dem Monopol von Ambreza auf Tabak hier, sind sie mehr wert als Gold.«
