Ashley hatte den Eindruck, daß sämtliche Mädchen auf der Schule mit ihm schlafen wollten. Und die meisten haben es vermutlich auch getan, hatte sie seinerzeit spöttisch gedacht. Als Jim Cleary sich auch mit ihr verabreden wollte, war Ashley fest entschlossen, nicht mit ihm ins Bett zu gehen. Sie war davon überzeugt, daß er sie nur herumkriegen wollte, doch im Laufe der Zeit änderte sie ihre Meinung. Sie war gern mit ihm zusammen, und sie hatte das Gefühl, daß er sie wirklich mochte.

In diesem Winter fuhr die Oberstufe übers Wochenende zu einem Skilager in die Berge. Jim Cleary war leidenschaftlicher Skifahrer.

»Das wird bestimmt klasse«, versicherte er Ashley.

»Ich fahre nicht mit.«

Er schaute sie verdutzt an. »Wieso nicht?«

»Ich kann die Kälte nicht ausstehen. Ich hab’ dann immer steif gefrorene Finger, selbst mit Handschuhen.« »Aber es macht doch Spaß, wenn -«

»Ich fahre nicht mit.«

Schließlich blieb auch er in Bedford.

Sie hatten die gleichen Interessen, die gleichen Ideale, und sie kamen wunderbar miteinander aus.

»Heute morgen hat mich jemand gefragt, ob du meine Freundin bist«, sagte Jim Cleary eines Tages zu Ashley. »Was soll ich ihm sagen?«

Ashley lächelte. »Sag einfach ja«, erwiderte sie.

Dr. Patterson war besorgt. »Du triffst dich ziemlich häufig mit dem jungen Cleary.«

»Vater, er ist ein anständiger Junge, und außerdem liebe ich ihn.«

»Wie kannst du den denn lieben? Einen Footballspieler, verdammt noch mal. Ich lasse nicht zu, daß du einen Footballspieler heiratest. Er ist nicht gut genug für dich, Ashley.«

Das hatte er bislang bei jedem Jungen gesagt, mit dem sie gegangen war.

Ihr Vater äußerte sich weiterhin abfällig über Jim Cleary, doch an dem Tag, an dem sie ihr Abschlußzeugnis erhielt, kam es zur offenen Auseinandersetzung. Jim Cleary wollte Ashley am Abend zu einer Abschlußfeier mitnehmen. Als er sie zu Hause abholte, weinte sie.



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