»Ich will Ihnen nichts -«

»Ab sofort lassen Sie die Finger von meiner Tochter. Haben Sie verstanden?«

»Vater -«

»Du hältst dich da raus.« Er schrie jetzt. »Cleary, ich möchte, daß Sie auf der Stelle verschwinden und sich nie wieder blik-ken lassen.«

»Sir, Ihre Tochter und ich -«

»Jim -«

»Geh auf dein Zimmer.«

»Sir -«

»Wenn ich Sie noch einmal hier sehe, breche ich Ihnen sämtliche Knochen.«

Ashley hatte ihn noch nie so wütend erlebt. Am Ende hatten alle durcheinandergebrüllt. Dann war Ashley in Tränen ausgebrochen, und Jim hatte das Weite gesucht.

Das lasse ich mir von meinem Vater nicht antun, dachte Ash-ley voller Entschlossenheit. Er will mein Leben zerstören. Sie saß eine ganze Weile auf ihrem Bett. Jim ist meine Zukunft. Ich möchte mit ihm Zusammensein. Ich habe hier nichts mehr verloren. Sie stand auf und packte eine Reisetasche. Eine halbe Stunde später stahl sich Ashley aus der Hintertür und begab sich auf den Weg zu Jim Cleary, der ein paar Straßen weiter weg wohnte. Ich bleibe heute nacht bei ihm, und morgen früh fahren wir mit dem Zug nach Chicago. Doch je näher sie dem Haus kam, desto unsicherer wurde sie. Nein, dachte sie. Das ist falsch. Ich möchte nichts verderben. Ich treffe mich mit ihm am Bahnhof.

Und sie kehrte um und ging wieder nach Hause.

Ashley blieb die ganze Nacht wach, dachte über ihr künftiges Zusammenleben mit Jim nach und stellte sich vor, wie wunderbar alles werden würde. Um halb sechs nahm sie ihre Reisetasche und ging leise an der verschlossenen Tür zum Schlafzimmer ihres Vaters vorbei. Sie schlich sich aus dem Haus und fuhr mit dem Bus zum Bahnhof. Jim war nicht da, als sie dort eintraf. Sie war früh dran. Der Zug ging erst in einer Stunde. Sie setzte sich auf eine Bank und wartete ungeduldig. Sie stellte sich vor, wie ihr Vater aufwachte und entdeckte, daß sie weg war.



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