»Das waren Stümper«, sagte der Tänzer. »Wir sind besser.«

»Du wirst immer selbstgefälliger«, entgegnete Flint. »Eines Tages gerätst du noch an jemanden, der tatsächlich so gut mit dem Schwert umgehen kann, wie du's zu können meinst, und dann bin ich womöglich nicht zur Stelle, um den anderen hinterrücks abzustechen und dich zu retten.«

»Dazu wird's nie und nimmer kommen«, sagte der Tänzer.

Flint schnaubte verächtlich.

»Ich kann kaum erwarten, mich im Fort umzusehen«, begann der Tänzer. »Ein Geheimnis zu lüften kommt mir als Abwechslung sehr gelegen. Ein verlassenes Fort, entlegen, den Elementen preisgegeben… Da läuft's einem doch kalt den Rücken runter. Was meinst du?«

»Du hast wieder diesen albernen Bänkelsängern zu lange zugehört«, schimpfte Flint.

»Was kann ich dafür, dass ich tief im Innern so romantisch bin?«

»Du bist krank, wenn du mich fragst. Aber jammere mir nichts vor, wenn du wieder mal Albträume hast. Du weißt selbst, wie sehr dir diese Schauergeschichten nachhängen.« Flint blickte nach vorn auf Constance, die neben MacNeil am Ende des Pfades geduldig wartete. »Giles«, fragte sie, »was hältst du eigentlich von unserer neuen Hexe?«

»Sie macht einen ganz tüchtigen Eindruck.«

»Ist aber noch grün hinter den Ohren. Sie hat noch nie bei einer richtigen Mission mitgemacht. Wer weiß, wie sie unter Druck reagiert.«

»Sie wird sich schon eingewöhnen. Gib ihr Zeit.«

»Ein echter Ersatz für Salamander ist sie jedenfalls nicht. Die kannte sich aus.«

Der Tänzer schaute Flint schmunzelnd an. »Du konntest Salamander doch nicht ausstehen. Gib's zu.«

»Ich hab sie nicht besonders gut leiden mögen, zugegeben, aber sie hatte ihre Stärken. Wir haben hier eine gefährliche Mission zu erfüllen. Da stört eine neue, unerfahrene Hexe doch nur. Wenn sie Mist macht, geht's uns womöglich allen an den Kragen.«



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