»Wenn's heute Nacht gewittert, wird sie vielleicht vom Blitz erschlagen«, antwortete der Tänzer. »Du machst dir viel zu viele Gedanken, Jessica.«

»Und du machst dir zu wenige.«

»Du denkst ja für mich mit.«

»Das muss ich wohl«, sagte Flint.

Schweigend ritten sie auf MacNeil zu. »Gibt's was Besonderes zu melden?«, fragte der.

»Nein«, antwortete Flint. »Wir sind noch mal ein kurzes Stück zurückgeritten, für den Fall, dass uns jemand folgt, aber dem ist nicht so. Tatsächlich sind wir schon seit Tagen keiner Menschenseele mehr begegnet. Der Wald scheint hier in dieser Gegend ganz und gar verlassen zu sein. Da ist nirgends eine Siedlung oder ein Gehöft.«

»Kein Wunder. Wir sind ja auch ganz in der Nähe der Grenze zum Finsterholz«, erklärte MacNeil.

»Aber da rührt sich so bald nichts mehr«, meinte der Tänzer. »Nicht zu unseren Lebzeiten.«

»Das ist nicht gesagt«, entgegnete Flint.

»Nein«, bestätigte Constance.

MacNeil schaute die Hexe an. Sie starrte mit düsterem Blick auf die Lichtung hinaus.

»Was ist los?«, fragte MacNeil leise. »Siehst du was?«

»Ich bin nicht sicher«, antwortete Constance. »Aber mir scheint, das Fort…«

»Was ist damit?«

»Tief in der Erde hat es früher Riesen gegeben«, flüsterte sie. Dann erschauerte sie merklich, schaute weg und schlang den Umhang fester um sich. »Mir gefällt's hier nicht.«

MacNeil runzelte die Stirn. »Siehst du was… Bestimmtes?«

»Nein. Meine Sicht ist hier verschwommen. Aber ich habe in den vergangenen drei Nächten von diesem Fort geträumt. Es waren schreckliche Träume, und jetzt, da ich vor Ort bin… Diese Lichtung ist kalt, Duncan. Kalt wie ein Grab. Und das Fort ist finster. Es fühlt sich alt an, uralt.«

MacNeil schüttelte den Kopf. »Mir scheint, dir geraten Gefühle und magische Eingebungen durcheinander.



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