Dieses Fort ist nicht alt. Es wurde vor nicht mehr als vier oder fünf Jahren gebaut. Und etwas anderes hat's hier vorher nicht gegeben.«

»Aber da ist etwas«, sagte Constance. »Und das schon seit langem…« Ihre Stimme wurde immer dünner.

Flint und der Tänzer sahen einander an. Sie sagten nichts, verstanden sich auch ohne Worte. MacNeil wusste, was ihnen durch den Kopf ging. Eine solche Aussage aus dem Munde Salamanders wäre ernst genommen worden. Sie hatte das Zweite Gesicht, und wenn sie einen Ort für gefährlich hielt, dann war er es auch. Punkt.

Doch diese neue Hexe… ihre Fähigkeiten waren noch nicht wirklich auf die Probe gestellt worden, und bevor sie sich nicht bewährt hatte, würde keine ihre Warnungen ernst nehmen. Constance schaute MacNeil an und erwartete eine Antwort.

»Indem wir hier stehen bleiben und Maulaffen feilhalten, werden wir über das Fort nichts in Erfahrung bringen«, sagte er in gewollt ruhigem Tonfall. »Sehen wir uns innerhalb der Mauern um, und wir werden bald wissen, ob es möglich ist, die Nacht dort zu verbringen.«

Er gab seinem Pferd die Sporen und lenkte es auf die Lichtung hinaus. Flint und der Tänzer folgten; ganz zum Schluss setzte sich auch Constance in Bewegung. Sie hatte die Lippen fest aufeinander gepresst. Ihr Blick wirkte sehr kalt.

Als er aus der Deckung der Bäume heraustrat, spannte MacNeil unwillkürlich die Muskeln an. Es hatte sich zwar noch keine Gefahr gezeigt, doch nach so langer Zeit im Wald fühlte er sich auf freier Flur entblößt und verwundbar. Die Lichtung hatte einen Durchmesser von gut einer halben Meile, war kreisrund und wie mit Axt und Säge aus dem Wald herausgeschnitten worden. MacNeil schaute sich argwöhnisch nach allen Seiten hin um.

Nirgends bewegte sich etwas, und es war verdächtig still auf der Lichtung. Da sang kein einziger Vögel, und es summten nicht einmal Insekten.



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