Der Mond ist kreuz und quer erforscht. Nahezu ein Jahr schon hält sich eine englische Expedition auf dem Mars auf, die von William Jenkins geleitet wird und der drei russische Wissenschaftler angehören. England hat als erstes Land auf den Aufruf der Akademie der Wissenschaften reagiert, gemeinsam Raumfahrten durchzuführen. Dieses Land, das jahrhundertealte Traditionen auf dem Gebiet der Wissenschaft besitzt und die Heimat vieler unsterblicher Gelehrter ist, hat auch gar nicht anders handeln können. Englands Beispiel sind andere gefolgt: Frankreich, Deutschland und die Schweiz. Es wird auf breiter Front angegriffen.

Vieles ist schon erreicht. Aufgabe Nummer eins, die Erforschung des Mondes, ist fast gelöst. An der Lösung von Aufgabe Nummer zwei, der Erforschung des Mars, wird gearbeitet. Als drittes steht nun die Aufgabe, die Venus zu erforschen. Auf dem Wege zu ihr gilt es, auch einen Teil der vierten Aufgabe zu lösen: die Erforschung der Asteroiden. Das Raumschiff wird auf jenem Asteroiden zwischenlanden, mit dem „SSSR-KS 2“ während der Fahrt zum Mars Bekanntschaft machte. Der Asteroid ist mit Hilfe von Teleskopen schon gründlich studiert worden und hat zu Ehren Paitschadses, der ihn als erster entdeckte, den Namen „Arsena“ erhalten. Nach der Venus werden sich neue kosmische Aufgaben stellen, und so wird es weitergehen, bis ans Lebensende oder doch, solange die Gesundheit und die Kräfte reichen.

„Wovon träumst du?“ Melnikow zuckte zusammen. Er war so in Gedanken versunken, daß er nicht gehört hatte, wie sich die Tür öffnete.

Olga stand zwei Schritte entfernt vor ihm. Ihr blauschwarzes Haar, das glatt gekämmt war, warf einen Schatten auf ihren weißen Teint, in dem ihre tiefschwarzen, die „Kamowschen“ Augen saßen. Vorteilhaft umschloß ein grauwollenes Kostüm ihre kräftige, sportliche Gestalt.

„Na, endlich!“ sagte Melnikow. Er stand auf und trat zu ihr.

„Da bist du ja!“



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