
Vor meinen Augen zieht alles vorüber, was ich gesehen habe.
Alle Erlebnisse kommen mir wieder in Erinnerung.
Der Start auf der Erde …
Herrlich ist der Planet mit dem poetischen Namen Venus!“ Melnikow ließ das Heft in den Schoß sinken. Zum soundsovielten Mal in diesen Jahren tauchte vor seinem geistigen Auge das Bild auf, das er acht Jahre zuvor gesehen hatte.
Bleierne Wasser des Ozeans mit blendend weißen Wellenkämmen … Zu Häupten bleierner Himmel… Schwarze Wände ungeheurer Wolkenbrüche … Grelle Blitze durchzucken das trübe Halbdunkel… Endlose Fluren orangefarbener und roter Vegetation … Undurchdringlicher jungfräulicher Wald eines jungen Planeten… Ein hoher Bergkamm, dessen Gipfel sich in dicht geballten Wolkenmassen verbergen.
Sie erblickten die Landschaft der Venus damals von oben.
Bei einem kurzen Flug. Nun aber würden sie sie aus der Nähe kennenlernen, all den Gefahren und Tücken begegnen, die sich hinter der äußeren Schönheit des unerforschten Planeten verbergen mochten.
Aber es muß sein! Der Mensch muß alles wissen!
Melnikow blätterte einige Seiten weiter und las: „Wir bereiten uns auf künftige Raumfahrten vor. Viel werden wir unternehmen. Dutzende Flugbahnen werden die sowjetischen Raumfahrer durch den interplanetaren Raum ziehen. Sie werden alle Geheimnisse lüften, die die Natur eifersüchtig zu wahren trachtet. Der Forscherblick des Menschen wird in die entlegensten Bereiche des Alls, in die Sonnensysteme eindringen…“ So und nicht anders wird es kommen!
Der planmäßige Angriff auf die Geheimnisse des Sonnensystems hat bereits begonnen.
