
Ser Vardis wurde von einem seiner Knappen auf die Beine geholfen. Der andere brachte ihm einen dreieckigen Schild von beinah vier Fuß Höhe, aus schwerer Eiche, mit Eisennägeln beschlagen. Diesen banden sie an seinem linken Unterarm fest. Als Lysas Waffenmeister Bronn einen ähnlichen Schild anbot, spuckte der Söldner aus und winkte ab. Ein drei Tage alter, rauher schwarzer Bart bedeckte Kinn und Wangen, doch wenn er sich nicht rasierte, dann nicht aus Mangel an scharfen Klingen. Die Schneide seines Schwertes besaß den gefährlichen Glanz jenen Stahls, den man täglich stundenlang geschliffen hatte, bis er zu scharf war, als daß man ihn berühren konnte.
Ser Vardis streckte die Hand im Panzerhandschuh aus, und sein Knappe drückte ein hübsches Langschwert mit doppelter Schneide hinein. In die Klinge war mit zartem Geflecht ein Morgenhimmel eingraviert, der Griff war ein Falkenkopf, der Handschutz in Form von Flügeln gehalten.»Dieses Schwert habe ich für Jon in King's Landing anfertigen lassen«, erklärte Lysa ihren Gästen stolz, während sie zusahen, wie Ser Vardis einen Probehieb ausführte.»Er hat es stets getragen, wenn er an König Roberts Stelle auf dem Eisernen Thron saß. Ist es nicht wunderschön? Ich fand es nur angemessen, daß unser Streiter Jon mit seiner eigenen Klinge rächt.«
Die verzierte Silberklinge war ohne Zweifel hübsch, nur schien es, als wäre Ser Vardis mit seinem eigenen Schwert vertrauter gewesen. Dennoch sagte Catelyn nichts. Sie war die fruchtlosen Streitgespräche mit ihrer Schwester leid.»Laßt sie kämpfen!«rief Lord Robert.
Ser Vardis wandte sich dem Lord über die Eyrie zu und hob sein Schwert zum Gruß.»Für die Eyrie und das Grüne Tal.«
Tyrion Lannister hatte man auf einem Balkon auf der anderen Seite des Gartens plaziert, flankiert von seinen Wachen. Ihm wandte sich Bronn mit flüchtigem Gruß zu.
