«Was für einen Eindruck haben Sie von ihm gehabt? Hat er sich so benommen wie immer?»

«Doch, das möchte ich eigentlich behaupten. Warum?»

Japps Stimme war von berufsmäßiger Kühle.

«Weil er sich kurz darauf erschossen hat.»

«Was?»

Japp fragte scharf: «Das überrascht Sie?»

«Offen gestanden: ja.»

«Ich sehe in der Sache nicht ganz klar», sagte Japp. «Würde gern mit Ihnen darüber sprechen. Sie können wohl nicht vorbeikommen, oder?»

«Wo sind Sie denn?»

«In der Queen Charlotte Street.»

«Ich komme sofort!», erwiderte Poirot.

Die Haustür von Nummer 58 wurde von einem Polizisten geöffnet. Er fragte respektvoll: «M. Poirot?»

«Jawohl!»

«Der Chefinspektor ist oben im zweiten Stock. Sie wissen, wo?»

«Ich war heute Vormittag da.»

Drei Männer befanden sich im Zimmer. Japp schaute auf, als Poirot hereinkam.

«Freue mich, Sie zu sehen, Poirot. Wir wollen ihn gerade abtransportieren. Möchten Sie ihn vorher sehen?»

Ein Mann mit einer Kamera, der neben der Leiche gekniet hatte, stand auf. Poirot trat vor. Die Leiche lag in der Nähe des Kamins. Mr Morley sah im Tod fast so aus, wie er im Leben ausgesehen hatte. Knapp unter seiner rechten Schläfe saß ein kleines, geschwärztes Loch. Eine kleine Pistole lag neben seiner ausgestreckten Hand auf dem Fußboden.

Poirot schüttelte langsam den Kopf.

Japp sagte: «Also gut, Sie können ihn jetzt fortschaffen.»

Mr Morley wurde hinausgetragen. Japp und Poirot blieben allein.

Poirot setzte sich und sagte: «Erzählen Sie.»

Japps Gesicht war sehr nachdenklich.

«Es ist möglich, dass er sich erschossen hat. Es ist sogar wahrscheinlich. Auf der Waffe sind nur seine eigenen Fingerabdrücke. Aber ganz überzeugt bin ich nicht.»

«Was spricht Ihrer Auffassung nach dagegen?»



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