
«Ja, ja – »
«Ein intelligentes Mädchen, tüchtig und fleißig, hast du gesagt.»
«Ja, ja, Georgina – aber das war, ehe dieser unwillkommene junge Mann aufgetaucht ist. In der letzten Zeit ist sie anders geworden – ganz anders: geistesabwesend, zerstreut, nervös.» Der Grenadier tat einen tiefen Seufzer.
«Es ist nun einmal so, Henry, dass Mädchen sich verlieben. Dagegen lässt sich nichts machen.»
«Das sollte aber ihre Arbeit als meine Sekretärin nicht beeinträchtigen!», schnauzte Morley. «Und gerade heute, da ich besonders viel zu tun habe! Verschiedene sehr wichtige Patienten. Höchst unangenehm!»
«Ich bin überzeugt, dass es für dich äußerst lästig sein muss, Henry. Wie macht sich übrigens der neue Boy?»
Mr Morley sagte düster: «Es ist der ärgste, den ich jemals gehabt habe. Kann keinen einzigen Namen richtig verstehen und hat die gröbsten Manieren. Wenn er sich nicht bessert, werfe ich ihn raus und versuche es mit einem anderen. Ich weiß nicht, was heutzutage in unseren Schulen los ist. Produzieren lauter Schwachköpfe, die nichts von dem verstehen, was man ihnen sagt, geschweige denn, dass sie es behalten.»
Er sah auf die Uhr.
«Ich muss runtergehen. Ein vollbesetzter Vormittag, und außerdem muss ich noch diese Sainsbury Seale zwischendurch drannehmen, weil sie Schmerzen hat. Ich hab ihr vorgeschlagen, sich von Reilly behandeln zu lassen, aber sie hat nichts davon wissen wollen.»
«Natürlich nicht», sagte Georgina.
«Reilly ist sehr tüchtig – wirklich sehr tüchtig. Erstklassige Diplome. Ganz modern in seiner Arbeit.»
«Er hat keine ruhige Hand», murrte Miss Morley. «Meiner Meinung nach trinkt er.»
Ihr Bruder lachte – seine gute Laune war wiederhergestellt. «Ich komme, wie gewöhnlich, um halb zwei zu einem Sandwich rauf!», sagte er.
