Poirot schüttelte den Kopf und sagte langsam: «Dann müssen Sie ihm aber immer noch ein Motiv nachweisen.»

«Das weiß ich. Aber vielleicht finden wir etwas über Amberiotis in den Polizeiakten.» Gespannt fügte er hinzu: «Sie sehen so nachdenklich aus, Poirot!»

«Ja, ich habe mir eben eine Frage vorgelegt.»

«Was für eine Frage?»

Poirot lächelte schwach und sagte: «Warum, Chefinspektor Japp?»

«Wie… Oh – dafür gibt es eine sehr einfache Erklärung: Alistair Blunt. Sobald der Bezirksinspektor erfuhr, dass Blunt heute Vormittag hier war, meldete er das der Zentrale. Für Leute wie Mr Blunt wird hierzulande gut gesorgt.»

«Sie meinen, dass es Menschen gibt, die ihn gern – aus dem Weg schaffen würden?»

«Blunt mit seiner Hochfinanz ist eine Macht im Staate, die manchem im Wege steht.»

Poirot nickte.

«Das habe ich mehr oder weniger vermutet. Und ich habe das Gefühl, dass» – er machte eine ausdrucksvolle Handbewegung – «vielleicht irgendetwas schief gegangen ist. Als eigentliches Opfer war Alistair Blunt ausersehen. Oder das hier ist nur ein Anfang – der Beginn irgendeiner besonderen Kampagne? Ich rieche – ich rieche» – er schnüffelte in der Luft herum –, «dass hinter dieser Geschichte eine Menge Geld steckt!»

Japp brummte: «Sie gehen mit Ihren Annahmen ein bisschen weit, wissen Sie.»

«Ich behaupte, dass ce pauvre Morley nur eine untergeordnete Figur im Spiel war. Vielleicht hat er etwas gewusst – vielleicht hat er Blunt etwas erzählt –, oder man befürchtete, dass er Blunt etwas erzählen wollte.»

Er brach ab, als Gladys Nevill wieder ins Zimmer kam. «Mr Reilly ist gerade mit einer Extraktion beschäftigt», sagte sie. «Er steht Ihnen in ungefähr zehn Minuten zur Verfügung, falls Ihnen das recht ist.»



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