Japp war damit einverstanden. In der Zwischenzeit wollte er noch einmal «mit diesem Alfred» reden.

Alfred wurde hin und her gerissen zwischen freudiger Erregung und panischer Angst, man werde ihm für alles Vorgefallene die Schuld zuschieben. Er stand erst seit vierzehn Tagen in Mr Morleys Diensten, und während dieser kurzen Zeit hatte er beständig und unweigerlich alles falsch gemacht. Die dauernden Vorwürfe hatten sein Selbstvertrauen untergraben.

«Er war vielleicht ein bisschen fahriger als sonst», gab Alfred auf eine Frage zur Antwort, «aber im Übrigen kann ich mich an nichts Besonderes erinnern. Ich hätte nie gedacht, dass er sich abmurksen würde.»

Poirot fiel ihm ins Wort. «Sie müssen uns», sagte er, «alles über heute Vormittag erzählen, was Ihnen im Gedächtnis geblieben ist. Sie sind ein wichtiger Zeuge, und Ihre Angaben können für uns von ungeheurem Nutzen sein.»

Alfreds Gesicht lief knallrot an, und seine Brust war stolzgeschwellt. Er hatte Japp bereits einen kurzen Bericht über die Ereignisse des Vormittags gegeben. Jetzt nahm er sich vor, ausführlicher zu werden. Ein wohltuendes Gefühl seiner eigenen Bedeutung durchzog ihn. «Ich kann Ihnen schon Bescheid sagen», sagte er. «Fragen Sie nur immerzu.»

«Zunächst einmal: Ist heute Vormittag irgendetwas Ungewöhnliches vorgefallen?»

Alfred dachte einen Augenblick nach und antwortete dann ziemlich betrübt: «Könnte ich nicht behaupten. Es war alles wie sonst.»

«Sind Unbekannte ins Haus gekommen?»

«Nein.»

«Auch nicht als Patienten?»

«Ach. Sie meinen die Patienten? Es ist niemand gekommen, der nicht angemeldet war.»

«Hätte jemand ungesehen das Haus betreten können…?»

«Ausgeschlossen. Dazu muss man einen Schlüssel haben.»

«Aber hinaus kommt man ohne weiteres?»



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