
Die beiden Duriers erhielten andere Namen und wurden zu Pflegeeltern auf den Mars beziehungsweise auf die Venus gebracht. Die Ärzte gaben ihnen die besten Wünsche mit, erwarteten sich aber wenig.
Alistair Crompton, die dominierende Persönlichkeit im Originalkörper, erholte sich von der Operation, aber zwei Drittel seines Selbst waren verschwunden, fortgenommen mit den schizoiden Charakteren. Man hatte ihm gewisse menschliche Attribute, Gefühle, Fähigkeiten entrissen, für die es einen Ersatz nicht gab.
Crompton wuchs auf, nur mit den ihm eigentümlichen Zügen ausgestattet, mit Pflichtgefühl, Sauberkeit, Ausdauer und Behutsamkeit. Die unvermeidliche Überbetonung dieser Eigenschaften machte ihn zu einem Stereotyp, zu einer einseitigen Person, die sehr wohl spürte, was ihr mangelte und leidenschaftlich Erfüllung, Verschmelzung, Reintegrierung wünschte.
»So steht die Sache, Alistair«, meinte Dr. Berrenger und klappte den Aktendeckel zu. »Dr. Vlacjeck spricht sich entschieden gegen eine Verschmelzung aus. Ich muß ihm recht geben, so leid es mir tut.«
»Ich habe aber nur eine Chance«, wandte Crompton ein.
»Das ist eigentlich gar keine Chance«, klärte ihn Dr. Berrenger auf. »Sie können die anderen Persönlichkeiten wieder aufnehmen, aber Sie besitzen nicht die Stabilität, sie zu beherrschen und schließlich miteinander zu verschmelzen. Alistair, wir haben Sie von der Virusschizophrenie geheilt, aber die Anlage dazu läßt sich nicht beseitigen. Wenn Sie die Reintegrierung versuchen, stürzen Sie sich geradewegs in die funktionelle Schizophrenie, und dann kann Sie niemand mehr retten!«
