Kinnaird zuckte die Schultern und mimte Gleichgültigkeit.

„Es war ein ziemlich anstrengender Flug. In ein paar Tagen, wenn ich etwas ausgeruht bin, kannst du gerne mal ausprobieren, ob ich wirklich schlapp bin.“

Zur Erleichterung des Jägers und seines Gastgebers wurde das Gespräch von einer lauten Stimme unterbrochen, die vom Damm zu ihnen herabschallte.

„Bob! Was hast du mir mitgebracht?“

Die Sonne stand jetzt dicht über dem Horizont und schien direkt in Bobs Augen, als er zum Da mm emporblickte, aber er brauchte den Sprecher nicht zu sehen, um ihn identifizieren zu können. Daphne, seine sechsjährige Schwester, kam die Gangway herabgestürzt, in einem Tempo, die den Jäger schwindelig werden ließ, obwohl er keine direkte Verantwortung für das Wohlergehen des kleinen Mädchens trug. Er bemerkte zu seinem Gastgeber:

„Wenn sie dabei gewesen wäre, als ich dich kennenlernte, hätte sie mich sehr von der Lösung unseres kleinen Problems abgelenkt.“

Bob lachte leise auf; er wußte, was sein Symb iont damit meinte. Der Jäger hatte damals einen Flüchtling seiner eigenen Spezies gesucht, der in den Weltraum entkommen war. Verfolgter und Verfolger waren vor der Küste von Ell abgestürzt; beide hatten an Land kommen und einen menschlichen Gastgeber finden können. Der Jäger hatte dann vor der Aufgabe gestanden, den anderen ohne die Hilfe von Polizei-Kollegen zu finden, und in einer ihm fremden Umgebung, in der es nicht üblich war, daß jeder einen Symbionten in sich beherbergte und jeder es als selbstverständlich voraussetzte, daß auch alle anderen einen besaßen, und ohne die Hilfe all der technischen Mittel, die es ihm unter normalen Umständen erlaubt hätten, den Verfolgten aufzuspüren und ihn von seinem Gastgeber zu trennen, ohne dem letzteren Schaden zuzufügen. Er hatte nur deshalb Erfolg gehabt, weil der Kriminelle nicht die geringste Anstrengung gemacht hatte, seinen Gastgeber in den Regeln elementarster persönlicher Vorsicht zu unterweisen.



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