
Nun bekam er endlich die Gelegenheit, sich als Held zu erweisen, und was machte er daraus? Ein Riesen-Schlamassel! Im Grunde, so fand Rupert, war das alles die Schuld der Barden. Die ließen sich so lang und breit über Recken aus, die ein Dutzend Feinde mit einem einzigen Schwertstreich erledigten, weil sie reinen Herzens waren, dass sie nicht mehr dazu kamen, die eigentlich wichtigen Dinge zu schildern: wie man verhindern konnte, dass es in die Rüstung tropfte, um nur ein Beispiel zu nennen, wie man unbekannte Früchte mied, die einen elenden Durchmarsch verursachten, oder wie man unterwegs ohne große Schinderei eine Latrine aushob. Es gab vieles im Umfeld eines Helden, das die Barden mit keinem Wort erwähnten. Rupert steigerte sich gerade in eine echt miese Laune hinein, als das Einhorn unter ihm plötzlich strauchelte.
»Vorsicht!«, schrie der Prinz.
Das Einhorn blies arrogant durch die Nüstern. »Du hast leicht reden, da droben in deinem Sattel. Wem bleibt denn die ganze Schinderei? Die Rüstung, in der du steckst, wiegt mindestens eine Tonne. Lange macht mein Kreuz das nicht mehr mit.«
