
Sie stiegen aus und gingen auf den rückwärtigen Palasteingang zu. Sie betraten den Palast. Capitan Torres achtete darauf, daß niemand zugegen war, der den Schauspieler sehen konnte. Er führte ihn in das Arbeitszimmer Bolivars, in dem dieser schon die ganze Zeit nervös hin und her lief.
»Da ist er«, sagte Capitan Torres.
Colonel Ramon Bolivar starrte Eddie ungläubig an.
»Herr im Himmel«, stammelte er, »Sie haben völlig recht. Er ist ich!«
»Ja, wir sehen uns wohl ein wenig ähnlich, wie?« erklärte Eddie Davis unbefangen.
»Ein wenig? Wenn Sie Ihren Schnurrbart abrasieren, kann kein Mensch mehr den Unterschied zwischen uns feststellen!«
Er betrachtete sich Eddie nun näher. »Unglaublich«, sagte er schließlich aufgeregt. »Wenn Sie uns vielleicht für einen Moment entschuldigen?«
»Klar doch«, sagte Eddie. Er verstand nicht, warum dieser Colonel so aufgeregt war.
Colonel Bolivar faßte Capitan Torres am Arm und führte ihn in das Nebenzimmer.
»Nun, was meinen Sie?« fragte der Capitan.
»Es könnte tatsächlich klappen«, sagte der Diktator. »Allerdings bestehen natürlich gewisse Probleme. Es kann Leute geben, die etwas ahnen und ihm dann Fragen stellen, und er wüßte nicht, was er sagen oder wie er sich verhalten soll.«
»Das lassen Sie meine Sorge sein«, versicherte Capitan Torres seinem Colonel. »Ich weiche ihm nicht von der Seite, Tag und Nacht. Und wie viele Leute stehen Ihnen schon nahe? Außer mir doch niemand. Also. Wenn wir ihm seinen Schnurrbart abrasieren und ihm einstudieren, wie Sie zu gehen und zu sprechen, wer sollte da einen Unterschied bemerken können? Ich halte ihn ohnehin soweit wie nur möglich von den Leuten fern.«
Colonel Bolivar dachte nach. »Ja«, sagte er schließlich, »ich glaube, das könnte klappen. Kommen Sie, wir reden mit ihm.«
Sie begaben sich zusammen zurück in das Arbeitszimmer.
