
Die Taucher blickten sich um. Sie befanden sich in einer ziemlich großen Höhle — etwa vier Meter hoch und fünf bis sechs Meter breit. Sie leuchteten alle Winkel aus. Die Höhle war leer und unbewohnt. Nur Schwärme kleiner Fische verbargen sich hier offensichtlich vor Sturm und Raubfischen.
Surita und Balthasar bewegten sich vorsichtig vorwärts. Die Höhle verengte sich allmählich.
Plötzlich blieb Surita verwundert stehen. Der Lichtschein fiel auf ein massives Eisengitter, das den weiteren Weg versperrte. Surita traute seinen Augen nicht, er packte die Stäbe mit der Hand und versuchte rüttelnd, die Schranke zu öffnen. Aber das Gitter gab nicht nach. Surita leuchtete es ab und überzeugte sich, daß es fest mit Türangeln und einem Innenschloß in die behauene Höhlenwand eingelassen war. Das gab ein neues Rätsel auf.
Der Meerteufel mußte nicht nur ein kluges, sondern auch ein außerordentlich begabtes Geschöpf sein. Er verstand es den Delphin zu zähmen. Er kannte sich auch mit der Bearbeitung von Metallen aus, vermochte es, auf dem Meeresboden feste eiserne Schranken zu errichten.
Das ist doch aber unglaublich! Er kann doch unter Wasser kein Eisen schmieden! Das bedeutet, daß er nicht unter Wasser lebt, oder wenigstens, daß er es für längere Zeit verlassen und an Land gehen kann.
Obwohl Surita erst wenige Minuten unter Wasser war, hämmerte es in seinen Schläfen aus Sauerstoffmangel. Er gab Balthasar das Zeichen zum Umkehren. Sie verließen die Höhle und tauchten wieder empor.
Die Araukaner hatten sie mit Ungeduld erwartet und waren glücklich über die unversehrte Rückkehr.
Surita nahm seinen Taucherhelm ab, schöpfte tief Atem und sagte: „Was sagst du dazu, Balthasar?“
Der Araukaner hob die Schultern. „Ich sage, wir können hier lange warten. Der Teufel ernährt sich sicher von Fischen, und die gibt‘s dort genug. Aushungern können wir ihn nicht. Da hilft nur eins: das Gitter mit Dynamit sprengen!“
