„Verflucht!“ brummte Surita beeindruckt und kraulte mit den Fingern seinen Bart. „In der Bucht ein Teufel, über der Bucht ein Gott — meinst du nicht, Balthasar, daß die beiden einander beistehen könnten?“

„Ich meine, daß wir hier so schnell wie möglich abhauen sollten, bevor unser Gehirn bei all diesen Wundern wie saure Milch gerinnt.“

„Hast du selbst einen der von Salvator Geheilten gesehen?“

„Ja“, sagte Balthasar. „Man zeigte mir einen Mann mit gebrochenen Bein. Nachdem er bei Salvator war, springt er wieder wie ein Mustang herum. Ich habe auch einen vom Tode erweckten Indianer gesehen. Das ganze Dorf erzählt, daß er ein kalter Leichnam war, als man ihn zu Salvator brachte — mit gespaltenem Schädel und herausquellendem Gehirn. Und von dort kehrte er gesund und fröhlich wieder zurück. Geheiratet hat er sogar nach seinem Tode. Ein schönes Mädchen nahm er sich. Und dann sah ich noch Indianerkinder, die — “

„Das heißt, Salvator empfängt auch Fremde?“

„Nur Indianer. Und die kommen von überallher zu ihm. Von Feuerland, vom Amazonas, aus den Wüsten Atakama und Asuncion.“

Nachdem Surita diese Auskunft von Balthasar erhalten hatte, beschloß er, nach Buenos Aires zurückzukehren. Dort erfuhr er, daß Salvator als Arzt bekannt ist, nur Indianer behandelt und unter ihnen als Wunderdoktor gilt.

Surita wandte sich dann, Auskunft suchend, an einige Ärzte, und erfuhr, daß Salvator ein talentierter, sogar genialer Chirurg sei, aber ein Mensch mit großen Absonderlichkeiten — wie viele hervorragende Leute. Unter den Wissenschaftlern der alten und neuen Welt sei Salvators Kunst bestens bekannt. In Amerika wurde er durch seine kühnen chirurgischen Eingriffe berühmt. Wenn die Erkrankung eines Patienten als hoffnungslos galt und die Ärzte es ablehnten zu operieren, wandten sie sich an Salvator. Niemals lehnte er ab. Auch in den schwierigsten Situationen wußte er Rat. Tausende von Menschen verdankten ihm ihre Rettung.



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