
Seine ärztliche Praxis und erfolgreiche Grundstücksspekulationen verhalfen ihm zu einem riesigen Vermögen. Unweit von Buenos Aires erwarb er ein großes Grundstück, umgab es mit einer gewaltigen Mauer — eine seiner Absonderlichkeiten — und verzichtete fortan auf seine Praxis. Er beschäftigte sich in seinem Laboratorium mit wissenschaftlichen Arbeiten. Jetzt behandelte er nur noch Indianer, die ihn einen auf Erden wandelnden Gott nannten.
Surita gelang es, eine weitere Einzelheit über Salvator zu erfahren. Dort, wo sich jetzt der ausgedehnte Besitz befindet, stand einst ein kleines Haus in einem Garten, der ebenfalls von einer hohen Mauer umgeben war. Während Salvators Abwesenheit wurde das Anwesen von einem Neger und mehreren riesigen Hunden bewacht. Keinen einzigen Menschen ließen diese unbestechlichen Wächter in den Hof.
In der letzten Zeit hatte sich Salvator noch geheimnisvoller abgesondert. Nicht einmal seine früheren Universitätskollegen empfing er mehr bei sich.
Nachdem Surita das alles herausgebracht hatte, beschloß er zu handeln.
Er sagte sich: Wenn Salvator Arzt ist, hat er kein Recht, einen Kranken abzuweisen. Warum sollte ich nicht ein Leiden haben? Unter diesem Vorwand dringe ich zu Salvator vor.
Surita begab sich zum eisernen Tor, das den Zutritt zu Salvators Anwesen versperrte, und klopfte lange und ausdauernd an. Aber es wurde ihm nicht geöffnet. Wütend ergriff Surita einen großen Stein und hämmerte damit auf das Tor ein. Dabei verursachte er einen Lärm, der Tote hätte erwecken können. Weit entfernt hinter der Mauer ertönte Hundegebell. Endlich wurde das Guckloch in der Pforte ein wenig freigemacht.
„Was wollen Sie?“ fragte eine Stimme in gebrochenem Spanisch.
