
„Du bietest mir dein Leben und flehst wie um eine Gnade, daß ich dein Geschenk annehme. Gut, du sollst deinen Willen haben. Wann kannst du kommen?“
„Bevor das erste Viertel des Mondes voll ist, bin ich wieder hier“, sagte der Indianer und küßte den Saum von Salvators Kittel. „Wie heißt du?“ „Ich — Christo — Christofer — “ „Geh, Christo, Ich erwarte dich.“ „Komm, Enkelchen!“ wandte sich Christo zu dem Kind und nahm es wieder in den Arm. Das Mädchen weinte. Christo beeilte sich, fortzukommen.
Der wundervolle Garten
Als Christo eine Woche später erschien, sah ihm Salvator prüfend in die Augen und sagte: „Paß gut auf, Christo, Ich nehme dich in Dienst, Du bekommst freie Verpflegung und einen guten Lohn.“
Christo hob abwehrend die Hände. „Ich brauche nichts, ich will Euch nur dienen.“
„Schweig und hör zu“, fuhr Salvator fort. „Du wirst alles bekommen. Aber ich verlange eins: Du mußt über alles schweigen, was du hier sehen wirst.“
„Eher schneide ich mir die Zunge ab und werfe sie den Hunden vor, bevor ich auch nur ein einziges Wort sage.“
„Vergiß es nicht, damit dich dies Unglück nicht trifft“, warnte ihn Salvator. Er rief den Neger im weißen Kittel herbei und befahl ihm: „Führ ihn in den Garten und übergib ihn Jim.“ Der Neger verneigte sich schweigend, führte den Indianer aus dem weißen Haus, hinweg über den Christo bereits bekannten Hof und klopfte an die eiserne Pforte der Innenmauer.
Hinter der Mauer erklang Hundegebell, die Pforte quietschte und öffnete sich langsam. Der Neger schob Christo in den Garten einem anderen dort stehenden Neger zu, rief etwas mit unverständlichen Kehllauten und verschwand wieder hinter der Tür.
