
Wie kann ich ihm bloß mal in den Mund sehen? überlegte Christo. Aber Jim versuchte nicht einmal eine mimische Verständigung. Er ergriff Christo bei der Hand und führte ihn zu den Bestien, zischte ihnen etwas zu, so daß sie sich sofort erhoben, an Christo herumschnüffelten und sich beruhigt entfernten. Ihm wurde es leichter ums Herz.
Jim forderte Christo mit einer Handbewegung auf, den Garten zu besichtigen.
Nach der Öde des steingepflasterten Hofes überraschte der Garten mit einer üppig grünenden und blühenden Fülle an Gewächsen. Das Territorium erstreckte sich ostwärts langsam abfallend zum Meer. Die schmalen Wege führten in verschiedenen Richtungen auseinander. Sie waren mit rötlichem Muschelsand bestreut. Neben den Wegen wuchsen seltsam geformte Kakteen, blaugrüne saftige Agaven und Rispen mit einer Vielzahl gelblich-grüner Blüten. Ganze Haine von Pfirsich- und Olivenbäumen warfen ihre Schatten auf das dichte, mit vielen leuchtend bunten Blumen durchwachsene Gras. Zwischen dem saftigen Grün blinkten Wasserbecken, belegt mit weißen Sandsteinen. Hohe Springbrunnen erfrischten die Luft. Der Garten war von einem seltsamen Stimmengewirr erfüllt — dem Singen und Zwitschern der Vögel, dem Brüllen, Schnauben und Winseln der Tiere. Noch nie hatte Christo solche ungewöhnlichen Exemplare gesehen. In diesem Garten lebten ihm völlig unbekannte Tierarten. Eine sechsfüßige Eidechse lief mit kupfer-grünen Schuppen funkelnd über den Weg. Von einem Baumast hing eine zweiköpfige Schlange herab. Entsetzt sprang Christo beiseite, als ihn das Reptil aus zwei roten Mäulern anzischte. Der Neger stieß ein noch lauteres Zischen aus, die Schlange fiel, beide Köpfe schwingend, vom Baum und verbarg sich im dichten Gebüsch. Eine weitere Schlange bewegte sich auf zwei Pfoten rasch vom Weg. Hinter einem Drahtzaun grunzte ein Ferkel. Mitten auf der Stirn hatte es ein einziges Auge, mit dem es Christo anstarrte.
Zwei an den Seiten zusammengewachsene Ratten liefen auf dem rötlichen Weg wie ein doppelköpfiges, achtfüßiges Untier.
