
Eine Mißgeburt entsetzte Christo ganz besonders: Es war ein großer, vollständig nackter Hund mit rosa Haut. Auf seinem Rücken wuchs der Oberkörper eines Äffchens; Brust, Kopf und Arme. Der Hund näherte sich Christo schweifwedelnd, das Äffchen verdrehte den Kopf, winkte mit den Armen, patschte mit den Händchen den Rücken des Hundes, blickte Christo an und schrie gellend. Der Indianer kramte in der Tasche, langte ein Stück Zucker hervor und wollte es dem Äffchen geben. Christos Hand wurde beiseite gestoßen, hinter ihm ertönte ein scharfer Zischlaut. Er drehte sich um. Es war Jim.
Der alte Neger erklärte Christo mit aufgeregten Handbewegungen und drohendem Kopfschütteln, daß es verboten sei, das Äffchen zu füttern. Im selben Augenblick riß im Vorbeiflug ein Sperling mit dem Kopf eines Wellensittichs den Zucker aus Christos Hand und verschwand damit in einem Gesträuch. Auf einer entfernteren Wiese brüllte ein Pferd mit seinem Kuhkopf. Zwei Lamas mit Pferdeschwänzen jagten über eine Wiese. Aus dem Gras, aus dichtem Gesträuch, von den Ästen der Bäume blickten mißgestaltete Geschöpfe aller Art Christo an: Hunde mit Katzenköpfen, gehörnte Keiler, Strauße mit Adlerschnäbeln, Schafe mit Pumaköpfen.
Christo glaubte zu phantasieren. Er rieb sich die Augen, kühlte den Kopf unter dem Springbrunnen — aber es half nichts. In den Wasserbecken sah er Schlangen mit Fischköpfen und Kiemen, Fische mit Froschtatzen und Riesenkröten mit Eidechsenkörpern.
