
Der sandige Strand wurde schon von den gelblich-weißen Schaumzungen der Brandung bespült. An den Ufern wurde das Wasser grün.
Die Fischerboote waren ausgelaufen und kamen näher. Ichtiander, dem der Vater streng verboten hatte, sich vor Menschen zu zeigen, tauchte rasch in die Tiefe. Er fand eine kalte Strömung und ließ sich vom Ufer weg nach Osten treiben, dem offenen Meer entgegen. Um ihn herum war die blauviolette Dunkelheit der Meerestiefe. Hellgrüne Fische mit dunklen Streifen und Flecken huschten vorbei. Ganze Schwärme, rot, gelb und braun spielten im Wasser wie bunte, flatternde Schmetterlinge.
Himmelwärts wurde ein lautes Dröhnen vernehmbar. Ein schwarzer Schatten huschte über das Wasser.
Ichtiander erkannte das Wasserflugzeug. Einmal war eine solche Maschine in seiner Nähe aufgesetzt. Er hatte sich unbemerkt an einen der Schwimmer angeklammert und wäre beinahe ums Leben gekommen, als das Flugzeug losraste und sich in die Lüfte erhob. Nur durch einen gewagten Sprung aus zehn Meter Höhe hatte sich der Amphibienmensch retten können.
Ichtiander blickte aufwärts. Die Sonne schien fast senkrecht herab, der Mittag war nahe. Die spiegelnde Wasseroberfläche riß auf, bewegte sich.
Der Amphibienmensch tauchte empor. Ein Wellenberg hob ihn hoch, dann riß es ihn hinunter und wieder hinauf. Am Ufer toste die Brandung und wälzte Steine vor sich her. Das Wasser schillerte hier gelbgrün. Ein scharfer Südwest war aufgekommen. Die Wellen stiegen höher, ihre Kämme waren gischtgekrönt. Das Wasser sprühte. Ichtiander fand es herrlich.
Fliegende Fische schossen aus dem Wasser auf und ab, sie wichen den Wellen aus und überbrückten weite Entfernungen. Möwen jagten mit schrillen Schreien über das aufgewühlte Meer. Schnelle Fregattvögel durchschnitten mit ihren breiten Flügeln die Luft. Voraus das Männchen mit seinem riesigen krummen Schnabel, metallisch grün schimmerndem Gefieder und orangefarbenem Kropf. Dahinter das weißbrüstige Weibchen. Albatrosse signalisierten den Sturm.
