
Christo hätte gern Ichtianders Körperfarbe gesehen, aber die blieb ihm durch den festsitzenden Anzug aus einem schuppenartigen Material stets verborgen.
„Ziehst du dein Hemd nachts nicht aus?“ fragte er den Jüngling.
„Wozu? Meine Schuppen stören mich nicht, sie sind sehr bequem. Sie behindern weder die Atmung der Haut noch der Kiemen, und außerdem schützen sie zuverlässig. Weder die Zähne eines Haifisches noch das schärfste Messer können diesen Panzer durchdringen.“ So antwortete Ichtiander und legte sich ins Bett.
„Warum trägst du Brille und Handschuhe?“ fragte Christo und betrachtete die neben dem Bett liegenden Utensilien. Die Handschuhe bestanden aus grünlichem Gummi, die Finger waren gelenkartig verlängert und durch Schwimmhäute verbunden. An der gleichartigen Fußbekleidung waren die Zehen noch weiter verlängert, „Diese Schwimmflossen helfen mir, schneller zu schwimmen. Und die Brille schützt die Augen, wenn der Sand vom Meeresgrund aufgewirbelt wird. Ich trage sie nicht immer. Aber mit der Brille sehe ich unter Wasser besser. Ohne sie ist die Sicht im Wasser so trüb. Als ich noch klein war, erlaubte mir mein Vater, zuweilen mit den Kindern, die im Nachbargarten wohnten, zu spielen.
Ich wunderte mich sehr, als ich sie ohne Schwimmflossen ins Wasser steigen sah. ,Kann man denn ohne Flossen schwimmen?‘ fragte ich sie. Aber sie verstanden mich nicht, wußten nicht einmal, was ich mit Flossen meinte, denn ich schwamm nie in ihrer Gegenwart.“
„Schwimmst du auch jetzt noch in der Bucht?“ fragte Christo interessiert.
„Natürlich. Nur schwimme ich jetzt durch einen seitlichen Unterwassertunnel. Irgendwelche bösen Menschen haben mich fast mit einem Netz gefangen, darum bin ich jetzt sehr vorsichtig.“
„Hm, dann gibt es noch einen anderen Tunnel zur Bucht?“
„Sogar ein paar. Schade, daß du nicht mit mir unter Wasser schwimmen kannst! Ich würde dir die erstaunlichsten Dinge zeigen. Wir könnten zusammen auf meinem Wasserpferd reiten.“
