
Aber allen Anträgen Suritas setzte das Mädchen ein unabänderliches „Nein“ entgegen.
Als der Vater und Christo den Raum betraten, stand das Mädchen mit geneigtem Kopf da. „Guten Tag, Guttiere“, sagte Christo, „Wo ist der junge Mensch?“ fragte Balthasar. „Ich verberge keine jungen Männer“, sagte das Mädchen lächelnd. „Als ich hier eintrat, sah er mich so merkwürdig an, war erschrocken. Er legte die Hand auf sein Herz und lief davon. Bevor ich mich umschauen konnte, war er schon zur Tür hinaus.“
Wieder im Meer
Nach Atem ringend, lief Ichtiander am Meeresufer entlang. Als er diese schreckliche Stadt verlassen hatte, versteckte er sich zwischen den Felsen, blickte sich vorsichtig um, zog sich rasch aus, verbarg die Kleider unter den Steinen und stürzte sich ins Wasser.
Seine Müdigkeit nicht beachtend, schwamm er so ungestüm wie noch nie. Erschreckt wichen ihm die Fische aus. Nachdem er sich in großer Tiefe einige Meilen von der Stadt entfernt hatte, näherte sich Ichtiander wieder der Wasseroberfläche und hielt auf das Ufer zu.
Hier fühlte er sich wieder zu Hause. Jeder Stein und jede Vertiefung am Meeresgrund waren ihm vertraut. Im sandigen Grund ruhten die Flundern, wuchsen rote Korallenbüsche, zwischen deren Zweigen sich kleine Fische mit roten Flossen verbargen. In einem gesunkenen Boot hatten sich zwei Krakenfamilien mit ihrem Nachwuchs niedergelassen. Unter den grauen Steinen hausten Krabben. Und an den Strandfelsen wuchsen zahllose Austern. Stundenlang konnte Ichtiander ihr bewegtes Treiben beobachten.
Ichtiander reckte den Kopf aus dem Wasser, erblickte ein Rudel Delphine, das sich in den Wellen tummelte. Er stieß einen durchdringenden Ruf aus. Der große Delphin antwortete mit einem vergnügten Grunzen und schwamm seinem Freund entgegen, wobei sein schwarzer Rücken zwischen den Wellen aufglänzte.
