In der Nähe der Bucht bemerkte er, daß die Fischer von ihren Booten aus jagten. Ein großer Delphin schnellte aus dem Wasser und fiel schwer zurück.

„Leading“, flüsterte Ichtiander entsetzt.

Einer der Fischer sprang ins Wasser, um das Auftauchen des verwundeten Tieres zu erwarten. Aber der Delphin erschien hundert Meter weiter entfernt, holte tief Atem und entschwand wieder.

Der Fischer schwamm dem Tier nach. Ichtiander rüstete sich, um seinem Freund zu helfen.

Da tauchte der Delphin nochmals auf. Im selben Augenblick ergriff der Fischer das entkräftete Tier an der Flosse und zog es zum Boot.

Ichtiander pirschte sich unter Wasser heran, holte den Fischer ein und biß ihm kräftig ins Bein. Dieser glaubte, daß ihn ein Hai erwischt habe, er schlug verzweifelt mit den Beinen. In der freien Hand hielt er ein Messer und stach damit drauflos. Ichtiander spürte, wie ihm der Hals, dessen zarte Haut nicht durch Schuppen geschützt war, schmerzte. Er lies das Bein des Mannes los. Der Fischer schwamm eiligst zu seinem Boot.

Die verwundeten Freunde, der befreite Delphin und Ichtiander, flohen zur Bucht. Der Jüngling befahl dem Tier, ihm zu folgen, und führte es in die Unterwasserhöhle. Da das Naß nur bis zur halben Höhe des Verlieses reichte und durch Felsspalten frische Luft zuströmte, konnte hier der Delphin ohne Gefahr zu Atem kommen.

Ichtiander untersuchte dessen Wunde und stellte fest, daß sein Freund nicht ernstlich verletzt war. Die Kugel war in der Fettschicht steckengeblieben. Dem Jüngling gelang es, die Kugel mit den Fingern zu entfernen. Geduldig ertrug der Delphin diese Erste Hilfe.

„Das heilt schon wieder, mein Dicker“, sagte Ichtiander und klopfte zärtlich den Rücken seines Freundes.

Nun mußte er aber an sich denken. Schnell durchschwamm er den Unterwassertunnel und gelangte in den häuslichen Garten.

Christo erschrak ob der Verwundung seines Zöglings.



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