
Dan stand auf und streckte die Hand über den Schreibtisch.
»Es tut mir Leid, dass ich Sie habe warten lassen«, sagte er mit einem gezwungenen Lächeln.
Humphries ergriff Dans Hand und drückte sie fest. »Das macht nichts«, erwiderte er. »Es tut mir Leid, Sie in Ihrer Trauer zu stören.«
Seine Augen sagten Dan, dass er mit diesen Worten nur der Etikette genügen wollte. Martin Humphries hatte ein rundes, beinahe jungenhaftes Gesicht, aber seine Augen waren hart wie Diamant, kalt und grau wie das sturmgepeitschte Meer vor dem Fenster.
Als sie sich setzten, kam George ins Büro zurück. Er trug ein Tablett mit Gebäck und der einschlägigen Kaffeekanne, nur dass sie diesmal um zwei Porzellantassen mit Untertassen ergänzt wurde. Trotz seiner Körpergröße und -fülle bewegte George sich mit der Leichtfüßigkeit eines Tänzers — oder eines Fassadenkletterers. Weder Dan noch Humphries sagten ein Wort, als George das Tablett routiniert auf dem Tisch abstellte und das Büro geschwind auf leisen Sohlen verließ.
»Ich hoffe, ich habe Sie nicht vom Abendessen abgehalten«, sagte Dan und deutete auf das Gebäck.
Humphries ignorierte das Tablett. »Kein Problem. Ich habe die Unterhaltung mit Ihrer Sekretärin genossen.«
»Ach ja?«, sagte Dan.
»Sie ist wirklich eine Perle. Am liebsten würde ich sie von Ihnen abwerben.«
»Keine Chance«, sagte Dan schroff.
»Ist auch nicht so wichtig«, sagte Humphries mit einem beiläufigen Achselzucken. »Ich bin gekommen, um mit Ihnen über die aktuelle Lage zu sprechen.«
Dan zeigte aufs Fenster. »Sie meinen den Treibhauseffekt?«
»Ich meine, wie wir der Weltwirtschaft helfen können, sich von den horrenden Verlusten zu erholen, die sie erlitten hat — und wie wir dabei einen satten Gewinn machen.«
