Dan runzelte die Stirn. Er griff nach einem der kleinen kunstvollen Gebäckstücke und beschloss dann, sich zuerst eine Tasse Kaffee einzuschenken. Dans Firma, die Astro Manufacturing Corporation, stand kurz vor dem Bankrott, und die gesamte Finanzwelt wusste es.

»Gegen einen satten Gewinn hätte ich nichts einzuwenden«, sagte er zurückhaltend.

Humphries lächelte, doch es war ein kaltes Lächeln.

»Woran denken Sie?«, fragte Dan.

»Die Erde ist durch diese plötzliche Klimaänderung ins Chaos gestürzt worden«, sagte Humphries.

»Ja, der Klimakollaps«, pflichtete Dan ihm bei.

»Selene und die anderen Mondsiedlungen hingegen kommen ziemlich gut zurecht.«

Dan nickte. »Auf dem Mond gibt es keine Energieengpässe und keine Rohstoffknappheit. Sie haben alles, was sie brauchen. Sie sind mittlerweile fast autark.«

»Sie könnten der Erde helfen«, sagte Humphries. »Indem sie Solarstrom-Satelliten bauen und die Erde mit Rohstoffen beliefern. Und durch die Produktion von Gütern, die die Menschen benötigen und die sie wegen der zerstörten Fabriken nicht bekommen.«

»Wir haben das zuvor schon versucht«, sagte Dan. »Und wir versuchen es noch. Aber es ist nicht genug.«

Humphries nickte. »Und zwar aus dem Grund, weil Sie sich auf die Ressourcen beschränken, die Sie vom Mond erhalten.«

»Und von den erdnahen Asteroiden«, ergänzte Dan.

»Ja, den NEA's.« Humphries nickte, als ob er diese Antwort erwartet hätte.

»Was schlagen Sie also vor?«

Humphries blickte über die Schulter, als ob er irgendwo einen heimlichen Lauscher befürchtete. »Der Gürtel«, sagte er fast im Flüsterton.

Dan schaute Humphries für eine Weile wortlos an. Dann legte er den Kopf zurück und wollte sich vor Lachen schier ausschütten.



12 из 389