
«Freut mich, Sie wieder zu sehen, Mr Van Aldin.»
Der amerikanische Millionär erwiderte den Gruß mit einem beiläufigen Nicken.
«Alles in Ordnung?», fragte er.
«Ja, Sir. Major Knighton ist jetzt oben in der Suite.»
Van Aldin nickte abermals.
«Post gekommen?», erkundigte er sich.
«Es ist alles nach oben geschickt worden, Mr Van Aldin. Ah! Einen Augenblick bitte.»
Er tauchte in eines der Fächer und nahm einen Brief heraus.
«Soeben gekommen», erklärte er.
Rufus Van Aldin nahm den Brief entgegen, und als er die Handschrift sah, eine schwungvolle Frauenhandschrift, verwandelte sich sein Gesicht. Die herben Züge schienen weicher, der harte Zug um den Mund entspannte sich. Er sah aus wie ein anderer Mensch. Als er mit dem Brief in der Hand zum Lift ging, lag das Lächeln noch um seine Lippen.
Im Salon seiner Suite saß ein junger Mann an einem Schreibtisch und sortierte die Korrespondenz mit jener Fertigkeit, die lange Praxis verleiht. Er sprang auf, als Van Aldin eintrat.
«Hallo, Knighton!»
«Freut mich, dass Sie wieder da sind, Sir. Hatten Sie angenehme Tage?»
«Ging so», sagte der Millionär gleichmütig. «Paris ist ein bisschen provinziell geworden. Immerhin — ich habe erreicht, was ich wollte.»
Er lächelte grimmig vor sich hin.
«Das tun Sie doch wohl meistens», sagte der Sekretär lachend.
«Allerdings», stimmte der andere zu.
Er sagte es nüchtern und geschäftsmäßig wie jemand, der eine allgemein bekannte Tatsache bestätigt. Er streifte seinen schweren Mantel ab und kam zum Schreibtisch.
«Etwas Dringendes?»
«Ich glaube nicht, Sir. Fast nur das übliche Zeug. Ich bin noch nicht ganz mit dem Sortieren fertig.»
Van Aldin nickte kurz.
