
«Ich — ich habe aber keine kaufmännische Praxis», hatte er gestammelt.
«Ist mir völlig schnuppe», hatte Van Aldin geantwortet. «Für so etwas habe ich schon drei Sekretäre. Ich werde aber wohl sechs Monate in England sein und brauche einen Engländer, der — na ja, die Spielregeln kennt und die gesellschaftlichen Dinge für mich erledigen kann.»
Bisher hatte sich Van Aldins Urteil bestätigt. Knighton erwies sich als schnell, intelligent, einfallsreich und war außerdem charmant.
Der Sekretär wies auf drei oder vier Briefe, die er beiseite gelegt hatte.
«Auf die hier sollten Sie vielleicht selbst noch einen Blick werfen, Sir», riet er. «Der oberste betrifft den Col-ton-Vertrag.»
Aber Rufus Van Aldin hob abwehrend die Hand.
«Heute Abend schaue ich mir den blöden Kram nicht an», sagte er. «Die können alle bis morgen warten. Bis auf das hier», setzte er hinzu. Dabei blickte er auf den Brief, den er in der Hand hielt. Und wieder glitt jenes seltsame verwandelnde Lächeln über sein Gesicht.
Richard Knighton lächelte verständnisvoll.
«Mrs Kettering?», murmelte er. «Sie hat gestern und heute angerufen. Sie scheint Sie ganz dringend sofort sehen zu wollen, Sir.»
