
«Nun, Zia?», fragte er.
«Ich habe ihn nicht weggehen hören», erklärte Zia.
Sie war eine hübsche junge Frau von junonischer Gestalt, mit dunklen blitzenden Augen, und insgesamt sah sie Monsieur Papopoulos so ähnlich, dass man sie mühelos als Vater und Tochter erkannte.
«Es ist lästig», fuhr sie verärgert fort, «dass man durch ein Schlüsselloch nicht gleichzeitig horchen und schauen kann.»
«Das hat mich oft geärgert», sagte Monsieur Papopou-los sehr schlicht.
«Das also ist Monsieur le Marquis», sagte Zia langsam. «Trägt er immer eine Maske, Vater?»
«Immer.»
Nach einer Pause fragte Zia: «Es geht um die Rubine, nicht wahr?»
Ihr Vater nickte.
«Was hältst du von ihm, meine Kleine?», erkundigte er sich mit einem leicht amüsierten Funkeln in seinen schwarzen Augen.
«Von Monsieur le Marquis?»
«Ja.» «Ich finde», sagte Zia langsam, «dass man sehr selten einen wohlerzogenen Engländer findet, der so gut französisch spricht.»
«Ah!», sagte Monsieur Papopoulos, «das also findest du?»
Wie gewöhnlich legte er sich nicht fest, betrachtete Zia jedoch mit gütiger Anerkennung.
«Außerdem finde ich», sagte Zia, «dass sein Kopf eine seltsame Form hat.»
«Massig», sagte ihr Vater, «ein wenig massig. Aber diese Wirkung hat eine Perücke immer.»
Die beiden sahen einander an und lächelten.
Drittes Kapitel
Das Feuerherz
Rufus Van Aldin trat durch die Drehtür des Savoy und ging zur Rezeption. Der Empfangschef begrüßte ihn mit einem respektvollen Lächeln.
