
«Was hast du gemeint?»
«Ich meine.» Sie machte eine Pause und wählte ihre Worte sorgfältig. «Vielleicht nimmt er es nicht so einfach hin.»
Der Millionär reckte grimmig das Kinn.
«Du meinst, er wird die Scheidung verweigern? Soll er doch! Aber, ganz nebenbei, da irrst du. Jeder Anwalt, den er konsultiert, wird ihm sagen, dass er keinen Boden unter den Füßen hat.» «Du glaubst also nicht — », sie zögerte — «ich meine — aus reiner Böswilligkeit mir gegenüber könnte er — also, er könnte Schwierigkeiten machen?»
Ihr Vater sah sie einigermaßen erstaunt an.
«Die Scheidung anfechten, meinst du?»
Er schüttelte den Kopf.
«Ziemlich unwahrscheinlich. Weißt du, er müsste nämlich einen Grund haben.»
Mrs Kettering antwortete nicht. Van Aldin sah sie scharf an.
«Komm, Ruth, raus damit! Dich beunruhigt doch was — was ist es?»
«Nichts, wirklich gar nichts.»
Aber ihre Stimme klang nicht überzeugend.
«Du hast Angst vor der Öffentlichkeit, wie? Ist es das? Überlass das nur mir. Ich drücke die ganze Affäre so glatt durch, dass es überhaupt kein Aufsehen gibt.»
«Na gut, Dad, wenn du meinst, dass es wirklich das Beste ist.»
«Hast du den Burschen etwa noch gern? Ist es das?»
«Nein.»
Sie sagte das mit unmissverständlichem Nachdruck. Van Aldin schien zufrieden. Er klopfte seiner Tochter auf die Schulter.
«Alles wird gut werden, Kleines. Mach dir keine Sorgen. Jetzt denk nicht mehr daran. Ich habe dir ein Geschenk aus Paris mitgebracht.»
«Für mich? Etwas Schönes?»
«Ich hoffe doch, dass du es schön findest», sagte Van Aldin lächelnd.
Er nahm das Päckchen aus der Manteltasche und reichte es ihr. Sie packte es eifrig aus und klappte das Etui auf.
Ein lang gezogenes «Oh» kam über ihre Lippen. Ruth Kettering liebte Juwelen — hatte sie immer geliebt.
«O Dad, wie — wie wunderbar!»
