
«Wann willst du los?»
«Am Vierzehnten.»
«Ach, das geht schon in Ordnung. So etwas dauert immer eine ganze Weile, bis es reif ist. Übrigens, Ruth, an deiner Stelle würde ich diese Rubine nicht mitnehmen. Lass sie in der Bank.»
Mrs Kettering nickte.
«Wir wollen doch nicht, dass du wegen des Feuerherzens beraubt und umgebracht wirst», sagte der Millionär scherzend.
«Und dabei hast du sie in der Tasche herumgetragen», gab seine Tochter lächelnd zurück.
«Ja.»
Etwas, ein Zögern, erregte ihre Aufmerksamkeit.
«Was ist, Dad?»
«Nichts.» Er lächelte. «Ich habe nur an ein kleines Abenteuer gedacht, das ich in Paris hatte.»
«Ein Abenteuer?»
«Ja. In der Nacht, als ich diese Dinger gekauft habe.»
Er wies auf das Juwelen-Etui.
«Ach, erzähl es mir bitte.»
«Nichts Besonderes, Kind. Ein paar Apachen sind ein bisschen frech geworden, da habe ich auf sie geschossen, und sie sind abgehauen. Das ist alles.»
Sie sah ihn bewundernd an.
«Du bist wirklich eine harte Nuss, Dad.»
«Worauf du dich verlassen kannst, Ruthie.»
Er küsste sie zärtlich und ging. Als er ins Savoy zurückkam, gab er Knighton eine knappe Anweisung.
«Treiben Sie einen Mann namens Goby auf; Sie finden seine Adresse in meinem privaten Notizbuch. Er soll morgen um halb zehn hier sein.»
«Jawohl, Sir.»
«Und ich möchte Mr Kettering sprechen. Stöbern Sie ihn für mich auf, wenn’s geht. Versuchen Sie’s in seinem Club — also, schnappen Sie ihn sich irgendwie und sorgen Sie dafür, dass er mich morgen früh hier aufsucht. Oder lieber später, so gegen zwölf. Früher steht diese Art Leute sowieso nicht auf.»
Der Sekretär nickte zur Bestätigung der Anweisungen. Van Aldin lieferte sich nun seinem Kammerdiener aus. Das Bad war vorbereitet, und als er im warmen Wasser schwelgte, schweiften seine Gedanken zurück zum Gespräch mit seiner Tochter.
