«Komm rein», sagte Van Aldin knapp. «Setz dich.»

Kettering ließ sich in einen Armsessel fallen. Er betrachtete seinen Schwiegervater mit einer Art nachsichtiger Belustigung.

«Lange nicht gesehen, Sir», bemerkte er freundlich. «An die zwei Jahre, glaube ich. Hast du Ruth schon gesehen?»

«Ich habe sie gestern Abend besucht», sagte Van Aldin.

«Sieht ganz gut aus, wie?», sagte der andere leichthin.

«Ich glaube nicht, dass du viele Gelegenheiten hattest, das zu beurteilen», sagte Van Aldin trocken Derek Kettering hob die Brauen.

«Ach, wir treffen uns manchmal im selben Nachtclub, weißt du», sagte er unbekümmert.

«Ich will nicht um den heißen Brei herumreden», sagte Van Aldin brüsk. «Ich habe Ruth geraten, die Scheidung einzureichen.»

Derek Kettering schien unbewegt.

«Arg drastisch!», murmelte er. «Stört es dich, wenn ich rauche, Sir?»

Er zündete sich eine Zigarette an und stieß eine Rauchwolke aus, während er gelassen hinzusetzte:

«Und was hat Ruth gesagt?»

«Ruth will meinem Rat folgen», sagte ihr Vater.

«Wirklich?»

«Sonst hast du nichts dazu zu sagen?», fragte Van Aldin scharf.

Kettering schnipste die Asche in den Kamin.

«Weißt du, ich glaube», sagte er, als ob es ihn nicht beträfe, «dass sie da einen großen Fehler macht.»

«Von deinem Standpunkt aus bestimmt», sagte Van Al-din grimmig.

«Ach, komm schon», sagte der andere, «wir wollen doch nicht persönlich werden. Ich habe gerade wirklich nicht an mich gedacht, sondern an Ruth. Du weißt, mein armer alter Herr wird es nicht mehr lange machen, das sagen alle Ärzte. Ruth sollte lieber noch ein paar Jahre durchhalten, dann bin ich Lord Leconbury, und sie kann Schlossherrin von Leconbury spielen. Deswegen hat sie mich doch geheiratet.»



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