Ruth gab keine Antwort. Ihre Finger verflochten sich in nervöser Anspannung.

«Komm schon, Kleines», sagte Van Aldin sanfter. «Hab keine Angst vor deinem alten Vater. Ich bin doch nie so streng gewesen, oder, nicht mal damals in Paris? — Bei Gott!»

Er hielt inne, wie vom Donner gerührt.

«Der war das also», murmelte er vor sich hin. «Ich wusste doch, ich kenne das Gesicht.»

«Wovon redest du, Dad? Ich verstehe dich nicht.»

Der Millionär ging zu ihr und hielt sie fest am Handgelenk.

«Also, Ruth, hast du diesen Kerl wieder getroffen?»

«Welchen Kerl?»

«Den, dessentwegen wir vor Jahren diesen Krach hatten. Du weißt sehr gut, wen ich meine.»

«Du meinst — », sie zögerte — «du meinst den Comte de la Roche?»

«Comte de la Roche!», schnaubte Van Aldin. «Ich habe dir damals schon gesagt, dass der nichts als ein Schwindler ist. Du hattest dich viel zu weit mit ihm eingelassen, aber ich habe dich aus seinen Klauen herausgeholt.»

«Ja, hast du», sagte Ruth bitter. «Und ich habe Derek Kettering geheiratet.»

«Das hast du gewollt», sagte der Millionär scharf.

Sie zuckte mit den Schultern.

«Und jetzt», sagte Van Aldin langsam, «triffst du dich wieder mit ihm — nach allem, was ich dir gesagt habe. Er ist heute in diesem Haus gewesen. Ich habe ihn draußen gesehen und konnte ihn nicht sofort einsortieren.»

Ruth Kettering hatte ihre Beherrschung wiedergefunden.

«Eins will ich dir sagen, Dad; du liegst falsch, was Armand angeht — den Comte de la Roche, meine ich. Ja, ich weiß, es hat in seiner Jugend ein paar bedauerliche Vorfälle gegeben — er hat mir davon erzählt; aber er hat mich immer geliebt. Es hat ihm das Herz gebrochen, als du uns damals in Paris getrennt hast, und jetzt.»



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