Sie wies mit einer schmalen, blassen Hand auf den Flügel, auf dem ein Gewirr von Noten lag.

«Ambrose ist hier gewesen. Er hat mir die neue Oper vorgespielt.»

Kettering nickte, ohne besondere Aufmerksamkeit. Er war zutiefst uninteressiert an Claude Ambrose und seiner Oper nach Ibsens Peer Gynt. Übrigens ging es Mirelle ebenso, die das Werk nur als einzigartige Chance für sich in der Rolle der Anitra sah.

«Es ist ein wundervoller Tanz», murmelte sie. «Ich werde die ganze Leidenschaft der Wüste hineinlegen. Ich werde mit Juwelen übersät sein, wenn ich ihn tanze — ah!, und apropos Juwelen, mon ami. Ich habe gestern in der Bond Street eine Perle gesehen — eine schwarze Perle.»

Sie hielt inne und sah ihn auffordernd an.

«Mein liebes Mädchen», sagte Kettering, «es ist zwecklos, mit mir über schwarze Perlen zu reden. Was mich betrifft, herrscht im Moment in der Kasse vollkommene Ebbe.»

Sie reagierte schnell auf seinen Tonfall. Sie setzte sich auf, und ihre großen schwarzen Augen öffneten sich weit.

«Was sagst du da, Derek? Was ist denn passiert?»

«Mein verehrter Schwiegervater», sagte Kettering, «geht daran, Nägel mit Köpfen zu machen.»

«Eh?»

«Mit anderen Worten, er will, dass Ruth sich von mir scheiden lässt.»

«Wie dämlich!», sagte Mirelle. «Warum will sie sich denn von dir scheiden lassen?»

Derek Kettering grinste.

«In erster Linie wegen dir, cherie.»

Mirelle zuckte mit den Schultern.

«Das ist albern», bemerkte sie mit sachlicher Stimme.

«Ziemlich albern», stimmte Derek zu.

«Und was willst du dagegen unternehmen?», fragte Mirelle.

«Mein liebes Mädchen, was kann ich denn tun? Auf der einen Seite der Mann mit unbegrenzten Geldmitteln; auf der anderen Seite der Mann mit unbegrenzten Schulden. Keine Frage, wer da am Ende der Stärkere ist.»



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